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Verlautbarungen – Pfarrnachrichten ab 21. März 2021

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Verlautbarungen – Pfarrnachrichten ab 14. März 2021

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Der Blick auf das Kreuz

Der Blick auf das Kreuz

„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

Joh. 3,15

Ich lade Sie ein in Stille und Aufmerksamkeit auf das Kreuz zu schauen. Vielleicht können Sie im Schauen – im Anschauen dieses Bildes – etwas davon erahnen – Gott schaut in diesem Jesus voll großer unendlicher Liebe auf SIE, auf mich.

Da ist ER! Da bin ich! Vielleicht voller Fragen, voller Unsicherheiten….

ALLES darf vor IHM da sein. ALLES darf ich IHM hinhalten! Der Apostel Paulus schreibt im Brief an die Römer (Kap.8,38-39): „Denn ich bin gewiss: weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ ER weiß mehr! ER ist größer als alle meine Unsicherheiten, Zweifel, Ängste…

Da ist ER! DA bin ich! Vielleicht im Moment voller Wut und Aggression!

AUCH damit darf ich zu IHM kommen und alles in seinen liebenden Blick legen.

Da ist ER! DA bin ich! Vielleicht im Moment voller Freude und Dankbarkeit! Auch damit darf ich zu IHM kommen. Vielleicht merke ich gerade in diesen Momenten wie meine Beziehung zu IHM gestärkt wird.

DA ist ER! DA bin ich! Vielleicht im Moment müde, abgeschlagen! Es genügt da zu sein vor IHM: Er schaut mich an. Ich schaue IHN an…

Glauben und Verstehen der Botschaft Jesu sind ein Prozess.

P.Dr.Reinhard Körner OCD schreibt in Karmel Impulse 31.Jahrgang, 1/2021, Seite 17:

Gottvertrauen erlangt man nicht dadurch, dass man sich vornimmt, Gott doch (mehr) zu vertrauen. Gottvertrauen ist keine Tugend, die man sich – oder gar anderen – abverlangen könnte. Gottvertrauen „hat“ man nicht, Gottvertrauen geschieht: im Dialog, von Angesicht zu Angesicht. Ich vertraue Gott nur immer dann wirklich, wenn ich mich an das Wort erinnere, das ER zu mir sagt: „Vertraue mir!“ – und ich dann nicht nur denke, sondern IHM ausdrücklich sage: „Ich vertraue dir.“

Dieses „Vertraue mir!“ und „Ich vertraue dir“ ist dann wie ein Licht, das in meinen inneren Garten strahlt wie die vorösterliche Sonne in diesem Bild.

Sr. Rosa Wieser

Marienschwester in Erla

rosa.wieser@fachschulenerla.ac.at

Foto vom Kreuz in der Kapelle der Marienschwestern und vom Garten – Sr. Rosa

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Gottesdienstordnung ab 8. März 2021

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Gedanken zum 3. Fastensonntag

„Macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle“

Wenn ich mich richtig erinnere, begann der erste strenge Lockdown in Österreich am 13. März des letzten Jahres. Das war der Freitag in der zweiten Fastenwoche, und damit hatten wir ab dem 3. Fastensonntag bis Mitte Mai keinen öffentlichen Gottesdienst. Viele Priester feierten Gottesdienste in den leeren Kirchen, meistens alleine. Das Evangelium des 3. Fastensonntags, das tatsächlich prophetisch war, konnte nicht öffentlich gelesen werden. Während seines Gespräches mit der Samariterin sagt Jesus: „Glaube mir Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und der Wahrheit, denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.“

Am 3. Fastensonntag 2021, nach einem Jahr der Corona-Pandemie, bleibt die Lage noch angespannt. Die finstere Wolke, die über unseren ganzen Planeten kam, wirft immer noch ihre schmerzhaften Schatten. Der Lockdown bleibt einigermaßen bestehen. Öffentliche Gottesdienste finden statt, aber mit den Abstands- und Hygieneregeln sind die Kirchen höchstens halbvoll. Und das Evangelium für diesen 3. Fastensonntag klingt auch sehr prophetisch. Jesus reinigt den Tempel von den Händlern und Geldwechslern mit den Worten: Macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle. Jesus ist sich hier mit dem Propheten Jeremias einig, der den Tempel zu seiner Zeit als Räuberhöhle bezeichnete (Jeremia 7,11). 

Was wird Jesus heute mit der Kirche tun, ich meine nicht mit unseren Kirchengebäuden, sondern mit der Institution Kirche? Was Jesus damals getan hat, war eine Ermahnung an seine zukünftige Kirche sich immer an ihr wahres Wesen zu erinnern, nämlich das Sakrament des Heils zu sein. Es hat keinen Nutzen, Ermahnungen nur zu hören, aber nicht danach zu handeln. Vielleicht waren die geschlossenen und leeren Kirchen für einige Zeit im vergangenen Jahr eine prophetische Mahnung. Wenn unsere Kirche und unsere Frömmigkeit nicht eine Reform erleben, eine Umkehr, eine Vertiefung, werden bald viele Kirchen gänzlich leer und geschlossen sein. Als der Tempel von Jerusalem zerstört wurde, musste das Judentum eine große Reform durchmachen: Die Ordnung der Opfer im Tempel wurde von der Ordnung der individuellen Gebete, von Familien und Gruppengebeten ersetzt; der Altar des Tempels wurde vom Tisch der jüdischen Familie ersetzt, auf viele Ritualvorschriften musste verzichtet, viele Bibelstellen ganz neu begriffen werden. Der Nachdruck auf das Glaubensleben wurde auf das Studium der Schrift, auf das Gebet und auf das Verrichten guter Taten verlagert. Etwas Ähnliches müsste mit dem Christentum heute passieren. Vielleicht wird nach dieser Krise eine Form der Kirche untergehen und eine andere erstehen. 

Es ist unsere alltägliche Erfahrung, dass Heiliges und weniger Heiliges oft nah bei einander liegen. Es kann passieren, dass das weniger Heilige dem Heiligen im Wege steht. Das kann uns auch ein Blick auf heutige Wallfahrtsorte zeigen. Viele Menschen kommen, um zu beten, um Gottes Nähe zu suchen. Daneben – und zum Teil auch damit – läuft das Geschäft mit Kerzen, Devotionalien, Andenken aller Art und der Gastronomie. Leicht kann es ein oberflächlicher Besuch werden. Das war genauso im Tempel damals. Aber Jesus war der Tempel heilig, als Haus Gottes, als Wohnung seines Vaters. Jesus sah die akute Gefahr, dass diese Heiligkeit gefährdet wird.

Und in der Kirche heute? Viele haben die geschlossenen Kirchen nicht vermisst. Der Bezug zu Glaube und Kirche geht sehr vielen Menschen immer mehr verloren. Andere, die nach Halt und Orientierung suchen, tun dies nicht mehr bei der Kirche. Die Kirche selbst hat in mehrfacher Hinsicht Schaden genommen, durch die Krisen der letzten Jahrzehnte – und bis heute immer mehr. Wir alle, die wir die Kirche sind, müssen uns fragen, was Jesus uns heute sagen würde? Vielleicht ist es nicht der Vorwurf der Markthalle, sondern anderes? Vielleicht fragt er uns stattdessen, ob wir seine Botschaft genügend deutlich machen – in Wort und Tat; erfahren Menschen bei uns, dass Glaube mit ihrem konkreten Leben zu tun hat, dass Glaube hilft zu leben – und dann auch im Sterben? Erleben Menschen hier, dass sie mit ihren Nöten und Fragen ernst genommen werden und nicht allein gelassen sind? Werden wir als glaubwürdig erlebt? Haben wir auch die Demut, Fehler einzusehen, einzugestehen, und den Mut, etwas zu ändern? Kirche muss Glaubwürdigkeit und Anziehungskraft wieder neu gewinnen, auf allen Ebenen. Kirche lebt weder von Strukturen noch von frommen Traditionen oder Geselligkeit. Kirche kann nur leben aus der Beziehung mit Jesus Christus, aus der Orientierung an Jesu Wort und Leben. Das Maß und die Wahrhaftigkeit unseres Christseins hängen davon ab, welche Stelle wir Christus in unserem Leben geben, wie unsere Beziehung zu Christus ist.

Das Anliegen Jesu damals und heute ist: wegschaffen, was der Begegnung mit Gott im Wege steht! Raum schaffen für Gebet, für Begegnung, für sein Wort und seine Gegenwart. – Reinigung von allem, was der Liebe zu Gott und den Nächsten im Weg steht, im Großen und im Kleinen. Jesus wollte damals in Jerusalem nicht mit Gewalt den Tempel ausfegen. Er hat ein Zeichen gesetzt, um aufzurütteln und zu Wachsamkeit und Umkehr aufzurufen. So gesehen, ist die „Tempelreinigung“ ein Auftrag für die Kirche und für jeden von uns, bis heute.

Dr. Isaac Padinjarekuttu

Bild: erzdioezese-wien.at

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Verlautbarungen – Pfarrnachrichten ab 7. März 2021

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Gedanken zum 2. Fastensonntag „Ein Gott der Kinderopfer fordert?“

Fastensonntag, Lesejahr B, 2021

1. Lesung: Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18

2. Lesung: Röm 8,31b-34

Evangelium: Mk 9,2-10

Ein Gott der Kinderopfer fordert?

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Liebe Kinder und junge Menschen!

-Lieber Gast auf unserer Pfarrhomepage!

„Bibel FALSCH verstanden“[1] heißt ein Buch, das vergangenes Jahr erschienen ist,

mit dem Untertitel: „Hartnäckige Fehldeutungen biblischer Texte erklärt.“

Zehn Seiten sind in dem 300 Seiten starken Buch dem Text der heutigen 1. Lesung gewidmet.

 Der Artikel ist überschrieben mit:

„Ein Gott, der Kinderopfer fordert? Abrahams ,Sohnesopfer‘ als Schlüsseltext biblischer Rede von Gott. 

Ein wirklich lesenswerter Artikel!

Sie werden wohl nicht die Möglichkeit gehabt haben den Artikel zu lesen, der hilft sich diesen schwierigen Text zu nähern!
Vermutlich wird es es ihnen so beim erstem Mal hören der Lesung ähnlich gegangen sein wie mir:

Als ich die Texte zum Vorbereiten zum ersten Mal durchlas dachte ich mir:

Oje, diese Lesungist wieder dran! – Aber ich kam beim Vorbereiten wieder an den Punkt, wo ich mir eingestehe:

Der Text fordert mich immer neu heraus, mein Denken von Gott, meine Bilder und mein Reden über IHN zu überprüfen. 

Die Lesung ist Ansporn für mich die positiven Aussagen, die „frohe Botschaft“ für mein Leben im Wort Gottes zu suchen:

Und diese ist bei der Lesung aus dem Buch Genesis für mich kurz so zusammengefasst:

Gott will nicht den Tod, sondern das Leben der Menschen, selbst wenn offensichtlich zunächst

alle äußeren Umstände dagegen sprechen: Das Leben siegt!

Dieser Gedanke führt auch zum Evangelium vom 2. Fastensonntag,

in der Erzählung von der Verklärung des Herrn,

in der schon das  Licht von Ostern aufleuchtet: Das Leben siegt!

Auf dem Rückweg vom Berg der Verklärung beschäftigte die Jünger, das Wort Jesu:

„von den Toten auferstehen“ (vgl. Mk 9,10).

-Wir  wissen, wie die Geschichte aufgegangen ist.

In der Fastenzeit auf dem Weg zum Osterfest, könnten wir jedoch jedes Jahr wieder fragen:
Was bedeutet es für uns, dass Jesus von den Toten auferstanden ist?
Was bedeutet das dieses Jahr für mich und für mein Leben?

Mod. Mag. Herbert Reisinger

herbert.reisinger@langenhart.at


[1]Thomas Hielke/Konrad Huber  (Hrsg.) , Bibel FALSCH verstanden. Hartnäckige Fehldeutungen biblischer Texte erklärt, Verlag Katholisches Biblwerk, Stuttgart 2021 -Sie können sich das  Buch auch bei mir kostenlos ausborgen!:-)