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Gottesdienstordnung

Gottesdienstordnung ab 26. Oktober 2020

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Verlautbarungen ab 25. Oktober 2020

VERLAUTBARUNGEN – PFARRNACHRICHTEN

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Du bist kostbar in meinen Augen!

Du bist kostbar in meinen Augen (Ruth Heil)

30. Sonntag im Jahreskreis, Evangelium Mt 22,34-40

Wie die Einleitung deutlich zeigt, geht es den Fragern gar nicht um den Inhalt, sondern darum, Jesus aufs Glatteins zu führen. Jesus durchschaut dies, nimmt sie aber trotzdem ernst und nützt die Gelegenheit, um sie an das, was ihm selbst am wichtigsten ist zu erinnern, an das Gebot der dreifachen  Liebe, der Liebe zu Gott, zu mir selbst, zu Mitmensch/Schöpfung. Denn daran, sagt Jesus, hängt alles!

Meist fallen uns da zuerst die Mitmenschen ein. Es gibt wohl kaum jemanden unter uns, der/die ehrlichen Herzens sagen könnte: ich mag jeden Menschen, ich verstehe jeden Menschen, mit dem ich zu tun habe, ich kenne keine Konflikte, keine Antipathie, keine Menschen, mit denen ich mich schwer tue —-. Ich glaube, wir alle haben schwierige Beziehungen mit bestimmten Menschen, die wir liebend gerne verändern würden – die Beziehung, bzw. oft auch den betreffenden Menschen, weil wir glauben, dass ja der andere schuld ist, dass es mit der Beziehung nicht klappt. Das sitzt sowieso tief in uns drinnen: der andere müsste sich ändern, dann würde in unserem Leben alles leichter!

Gar nicht einfacher ist die Beziehung zu uns selbst. Du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst, formuliert ja Jesus. Mag ich mich wirklich so wie bin? Oder bin ich nicht da auch sauer über vieles, was ich lieber anders hätte? Das beginnt oft schon mit Körperbau, Gesicht; dann das, was mir meine Vorfahren an Charaktereigenheiten mitgegeben haben und dazu fällt mir häufig auch noch eine Menge ein, was ich selbst im Leben besser anders gesagt oder gemacht haben sollte —-

Der große Theologe Karl Rahner schreibt einmal: „Es ist die große Tat unseres Lebens: uns selbst anzunehmen“

Und dann die Beziehung zu Gott: auch sie kann schwierig sein. Wenn ich nicht glauben kann, wenn ich seine Gegenwart so ganz und gar nicht wahrnehmen kann, wenn ich mit bestem Willen nicht verstehe, warum er all das grauenhafte Leid in der Menschheit zulässt.

Wir gehen alle hervor aus dem Dreifaltigen Gott, der in sich Beziehung ist und lebt und er stellt uns von Anfang an in diese dreifache Beziehung: zu IHM, zu uns selbst und zu Mitmensch/Schöpfung. Und ähnlich wie Gott gleichzeitig der eine Gott ist, lassen sich auch Gottes-, Selbst- und Nächstenliebe nicht trennen. Wir haben nur EIN Herz, mit dem wir lieben können, das bedeutet, wir lieben entweder alle drei oder niemand. Ich kann also nicht Gott lieben und den Mitmenschen ignorieren oder den Nächsten lieben und mich selbst ablehnen —

Stellt sich die Frage: kann man Liebe denn befehlen, mit einem Gebot regeln? Liebe, die wir als Gefühl wahrnehmen, ganz sicher nicht! Jesus ist Realist, er kennt den Menschen gut, also muss es wohl Sinn machen, wenn er uns dieses dreifache Gebot gibt, das große Liebesgebot.

Mir hilft da die lateinische Sprache. Da steht für „Liebe“: Amor, Caritas, Benevolentia.

Amor kennen wir alle vor allem als Liebe zwischen Mann und Frau.

Caritas steht für die barmherzige, helfende Liebe.

Jesus aber hat beim Liebesgebot sinngemäß (in seiner Sprache) „benevolentia“ gesagt, auf Deutsch „Wohlwollen“. Da steckt „Wollen“ drinnen, d.h. für diese Liebe kann ich mich entscheiden – und das immer wieder. Für mich ist das wirklich befreiend! Für Wohlwollen kann ich mich nämlich auch gegenüber einem Menschen entscheiden, der mir unsympathisch ist, mit dem ich mich schwer tue, ja der mich verletzt. Ich bin mir sicher, auch bei selbst gewählten BeziehungspartnerInnen, z. B. in der Ehe gibt es Phasen, in denen ich gefühlvolle Liebe nicht aufbringe, sondern nur mit Wohlwollen durchkomme. Ebenso wenig kommt die helfende Liebe ohne bewusste Entscheidung für Wohlwollen aus.

Fühlen wir uns nicht trotzdem überfordert vom großen Liebesgebot? Wir sind einfach nicht in der Lage, bedingungslos zu lieben. Ich glaube, erst wenn ich zu dem Vertrauen finde, dass ich von meinem Erfinder, Schöpfer, von Gott ein Leben lang ohne jede Bedingung gewollt und geliebt  werde und zwar so, wie ich nun einmal bin, wird es mir möglich sein, mich selbst anzunehmen. Und erst, wenn ich mich selbst annehmen und mir mit Wohlwollen begegnen kann, werde ich auch fähig, Mitmensch und Schöpfung zu lieben.

Ruth Heil bringt Gottes Beziehung, Gottes Liebe zu jeder/jedem von uns wunderbar ins Wort:

Sternstunde

Als du entstanden bist,

das war eine Sternstunde Gottes.

Er sprach: es werde! Dann wurdest du.

Du bist kein Zufall und kein Unfall,

sondern ein Einfall Gottes.

Und Gott sagt zu dir:

Du bist wertvoller als ein Stern,

der irgendwann im Weltall verglüht!

Du bist gerufen, für mich zu leuchten.

Ich bin es, der vor dir hergeht, der helle Morgenstern.

Sei getrost, mein Kind, ich weise dir den Weg,

auch im dunklen Tal!

Du bist kostbar in meinen Augen,

und ich habe dich lieb!

Ruth Heil

Impuls von Sr. Huberta Rohrmoser

Marienschwester Kl. Erla

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Messdienste

Messdienste Dezember 2020

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Messdienste

Messdienste November 2020

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Aktuelles

Hl. Firmung im Pfarrverband Enns-Donau-Winkel

„Getauft, gefirmt und gesendet!“, so lautete das Motto der 1. großen Pfarrverbandsfirmung „Enns-Donau-Winkel“, am 18. Oktober 2020 in der Stadtpfarrkirche St. Valentin.

88 Firmlinge fanden mit ihren Paten einen Platz, dann war die Pfarrkirche „corona-bedingt“ voll. Die Familien konnten via Livestream im Pfarrsaal oder Zuhause diese Firmung mitfeiern.

Danke an Alt-Abt Christian Haidinger aus dem Stift Altenburg für die Firmspendung . Zur Predigt hatte er seine „Firmampel“ mit. Danke Moderator Herbert Reisinger, Pfarrer i.R. Johann Zarl, Diakon Manuel und den Ministrantinnen und Ministranten für die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes, dem Chor und den Musikerinnen und Musikern der Pfarre Langenhart für die klangvolle musikalische Gestaltung. Danke den vielen helfenden Händen die im Hintergrund tätig waren, den Mesnern (besonders Marianne und Franz Hirsch), den Kirchenschmückern und allen Helfern von Pfarrgemeinderat und Pfarrkirchenrat!

Besonderer Dank gilt allen Firmhelfern und Firmbegleitern für die Vorbereitung.

Bernie Leier und das Team von Skyline sorgte für die gesamte Technik, die Übertragung im Pfarrsaal und ins Internet. Michael Heigl war für die Installation des YouTube Kanals und den Livestream verantwortlich und Hanspeter Lechner für die tollen Fotos. Herzlichen Dank dafür!

Das Video (zum ansehen) und die Fotos (zum Download) stehen kostenlos zur Verfügung.

Ein gehöriger Aufwand, der sich aber bezahlt macht, wenn man in die leuchtenden Augen der Firmlinge schaut….

Fotos Hanspeter Lechner

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Aktuelles

Weltmissionssonntag

Weltmissionssonntag

18. Oktober 2020

In diesem Jahrzehnt gab es mehrere Initiativen, die darauf abzielten, die Missionstätigkeit in der Kirche wiederzubeleben. Es begann mit der Einsetzung des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung im Jahr 2010, gefolgt von der Bischofssynode zur „Neuevangelisierung zur Weitergabe des christlichen Glaubens“ im Jahr 2012, der Bischofssynode für die Region Pan-Amazonas im Jahr 2019, der Erklärung des Monats Oktober 2019 zum Missionsmonat und der jüngsten vatikanischen Anweisung „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche,” um einige zu nennen. Der Grund liegt nahe. Nach Ansicht von Papst Franziskus ist die „Missionstätigkeit paradigmatisch für alle Aktivitäten der Kirche,“ und daher müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um die Aufmerksamkeit aller Getauften auf diese grundlegende Aufgabe zu lenken. Was war das Ergebnis all dieser Initiativen? Es ist schwierig, diese Frage zu beantworten, da keine offiziellen Statistiken vorliegen. Mit Sicherheit kann man jedoch sagen, dass die Kirche in diesem Jahrzehnt an vielen Fronten in der Defensive geraten ist: bedroht von einer aggressiven säkularen und post-säkularen Gesellschaft, dem islamischen Terrorismus, rechts- und linksgerichteten Ideologien, dem zerstörerischen Potenzial von Wissenschaft und Technologie ohne Regulierung und Kontrolle und die vielen Eigentore, die die Kirche geschossen hat. Und zum Abschluss des Jahrzehnts gibt es die Corona-Pandemie, die die Grundlagen der Weltordnung, wie wir sie heute kennen, erschüttert hat. Und doch, wenn Mission – verstanden als die Fortsetzung der Mission Christi zur Errichtung des Gottesreiches für die Kirche paradigmatisch ist, müssen wir darüber sprechen, Mittel und Wege finden, um kreativ daran teilzunehmen und sie dort zu platzieren, wo sie hingehört, nämlich, in der Mitte der christlichen Existenz. Wenn wir einen weiteren Weltmissionssonntag feiern, denken wir wieder über die Mission der Kirche und unseren Beitrag zur Errichtung des Gottesreiches in Gemeinschaft und Solidarität mit allen Christen und allen Männern und Frauen guten Willens nach.

Das kirchliche Leben weltweit steht in dieser Zeit unter dem Zeichen von der Corona-Pandemie. Die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Auswirkungen dieser weltweiten Krise sind kaum abschätzbar. Auch die leeren Kirchen in der Karwoche werden lange in Erinnerung bleiben. Aber sind nicht die leeren Kirchen auch ein Symbol der Leere, die viele Menschen mit ihrem Glauben in der Kirche fühlen, wie der Theologe Thomas Halik es ausgedrückt hat? Wir können unmöglich etwas geben, das wir nicht haben. Wenn Evangelisierung die Weitergabe unseres Glaubens ist, dann müssen wir uns nicht nur mit der Weltmission beschäftigen, sondern auch mit uns selbst. Wie die österreichischen Bischöfe in ihrer Weltmissionssonntagsbotschaft in aller Ehrlichkeit sagen, hat der christliche Glaube in den vergangenen Jahrzehnten bei uns in Europa an Kraft verloren. Papst Franziskus hat das immer wieder betont, dass wir eine narzisstische Kirche geworden sind, die zu sehr auf sich selbst bezogen ist, die nur um sich selbst kreist. Dann ist die Gefahr tatsächlich groß, dass wir die eigentliche Situation aus dem Blick verlieren. Eine solche Kirche wird belanglos oder zu einem Ärgernis für die, die vom Glauben und der Kirche fern sind. Aus dieser Belanglosigkeit herauszukommen, ist eine große Herausforderung. Ob wir dafür etwas von der Corona Pandemie lernen können? Wie können wir unsere geistliche Substanz und das Gebet wiederentdecken? Papst Franziskus spricht sogar von der „missionarischen Kraft des Fürbittgebets“. So können wir auch missionarisch sein.

Eine missionarische Kirche wird auch ihren Blick für die Nöte und Anliegen unserer Nächsten öffnen. Diese Solidarität mit Menschen in Not unter uns und überall in der Welt ist die beste missionarische Geste, die wir in diesem Moment zeigen können. Denn das Kerngebot des Christentums ist das Liebesgebot. Gerade in diesen Zeiten der Krise zeigen sich viele Menschen in Werken der Nächstenliebe als wahre Christen. Menschen gingen in ihrem Einsatz für die Nächsten bis an ihre Grenzen. Eine unglaubliche Welle der Solidarität machte sich breit. Diese Solidarität mit allen Leidenden weltweit ist Mission par excellence. Wenn heute im Auftrag des Papstes in allen Gottesdiensten auf allen Kontinenten und in allen Ländern für die Weltkirche gesammelt wird, wird diese Solidarität eine Realität. Wenn wir unser solidarisches Handeln beibehalten, dann machen wir Gottes Reich sichtbar vor der Welt. Und das ist Mission!

Dr. Isaac Padinjarekuttu

Bild: dbk.de

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Verlautbarungen

Verlautbarungen ab 18. Oktober 2020

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Gottesdienstordnung

Gottesdienstordnung ab 19. Oktober 2020

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Aktuelles

Danke Frau Dr. Renate Riedl !

Frau Dr. Renate Riedl hat über 10 Jahre die Bibelrunde in der Pfarre geleitet. Mit ihrem Engagement und Ihrem Wissen ist es ihr gelungen neugierige und Bibelleser für die Bücher der Heiligen Schrift zu begeistern. Ganz besonders die Bibelrundenausflüge und die Diskussionsrunden sind allen Teilnehmern in Erinnerung geblieben.

„Mitten im Buch der Psalmen, bei Psalm 90, hat uns die Coronageschichte erwischt“ schreibt sie!

„Da überhaupt nicht abzusehen ist, wie und ob es im Herbst mit Gruppen in der Pfarre weitergeht, ich selber in dieser Altersgruppe angekommen bin, die als Riskogruppe gilt, habe ich mich nach langem Überlegen entschlossen, diesen Impuls ernst zu nehmen und mich von dieser Aufgabe zu verabschieden“.

Vergelt´s Gott im Namen der Pfarre und im Namen aller Teilnehmer der Bibelrunde!