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Pfarrverband Livestream

Zu unserer großen Freude sind unsere Internet Live-Übertragungen an den Adventsonntagen sehr gut angekommen! Wir haben allerdings beschlossen jetzt eine Weihnachtspause einzulegen…neuerliche Übertragungen planen wir für nächstes Jahr. Mal sehen wie der die Sache mit dem Lockdown und Corona weitergeht!

Die Streams sind als Video auf unserem Youtube Kanal (https://drive.google.com/drive/folders/1Z6v4gl2rU9okXi-_aiCBVrk_ex6t-Fxk?usp=sharing) noch bis Jahresende zu sehen bzw. stehen dort zum Download zur Verfügung!

Ich habe auch einige Fotos von den Gottesdiensten angefertigt die ich auch gerne zum Download zur Verfügung stelle:

ERLA: https://drive.google.com/drive/folders/1s2Arl_eM6Qy6-fae1LdqAY-eyriw14ED?usp=sharing

Langenhart: https://drive.google.com/drive/folders/1wFaOL_x8IY1El6LM3c8oUntuKdTNx7l4?usp=sharing

Ernsthofen: https://drive.google.com/drive/folders/1OXY2CnAkt4KBM09aMHze0TODcUrpR7BH?usp=sharing

St. Pantaleon: https://drive.google.com/drive/folders/1Z6v4gl2rU9okXi-_aiCBVrk_ex6t-Fxk?usp=sharing

Alle Fotos und Videos sind auch auf DVD bei mir zu bekommen! rudolf.hiebl@icloud.com


Danke an alle die zum Gelingen beigetragen haben: Fritz Eglseer, Monika Gundendorfer, Herbert Weilguny und Erwin Grill und und und…sowie natürlich allen Musikerinnen uns Musikern sowie unseren „Fernsehpfarrern“!

Ganz besonders herzlich möchte ich mich bei Michael Heigl bedanken der die Gesamte Technik organisiert und abgewickelt hat.

Anbei ein paar Impressionen:

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Fürchte dich nicht!

4. Adventsonntag, Impuls zum Evangelium

Fürchte dich nicht!

Die Kunst, mein Leben in Gottes Hand zu geben.
Die Jungfrau Maria aus Nazareth ist verlobt mit dem Zimmermann Josef, als ihr ein Engel erscheint und verkündet, dass sie schwanger werden und den Sohn Gottes zur Welt bringen wird. Was für eine Nachricht! Wie soll das denn gehen? Verständlich, dass Maria es erst einmal mit der Angst zu tun bekommt. Ihrer Angst begegnet der Engel Gabriel mit den Worten „Fürchte dich nicht!“ Gott hat einen guten Plan. Maria soll ihm vertrauen.  

Die Geschichte von Maria beeindruckt mich immer wieder. Sie fand sich in einer Situation wieder, die sich ihrer eigenen Kontrolle entzog. Sie hatte große Angst. In ihrer Lage hatte sie auch allen Anlass dazu. Zur damaligen Zeit drohte ihr neben öffentlicher Schande und Ächtung außerdem im schlimmsten Fall der Tod durch Steinigung. Wir kennen heute das Ende der Geschichte und wissen, dass alles gut gegangen ist. Maria wusste es nicht. Trotzdem hat sie an Gott festgehalten und seinem Wort vertraut.

Die Kontrolle abzugeben, fällt mir schwer – und löst erst mal Ängste aus. Vor allem, wenn dabei viel auf dem Spiel steht. Im Leben treten immer wieder Situationen auf, die sich der menschlichen Kontrolle entziehen. Es gibt Schicksalsschläge wie schwere Krankheiten, den Tod eines geliebten Menschen, den Verlust des Arbeitsplatzes, finanzielle Not.

Leichter gesagt, als getan

„Fürchte dich nicht“ – dieser Satz kommt immer wieder in der Bibel vor, durchzieht sie wie ein roter Faden. Gott weiß, wie schnell wir Menschen Angst haben – und dass wir jeden Tag Ermutigung brauchen. Wenn es doch nur so einfach wäre, die Ängste abzulegen. Leider ist es das nicht. In einer Welt, die derzeit geprägt ist von Corona, Verschwörung, Not, Hass und Zerstörung, erscheint es alles andere als leicht, sich nicht zu fürchten.

Gott hat nicht gesagt, dass wer mit ihm lebt, keine Ängste mehr haben wird. Dass sich alle Probleme sofort lösen werden und mir fortan alles gelingt. Ängste gehören zum Leben dazu. Aber Gott ist da und geht mit. Auch wenn er nicht vor allem Unheil bewahrt, so verspricht er doch an meiner Seite zu sein und mir die Stärke und Kraft zu geben, die ich in schweren Zeiten brauche.

Ich darf darauf vertrauen, dass er mich kennt und weiß, was ich brauche. Da ist jemand, der größer und stärker ist als meine Angst.
 

Weihnachtsbotschaft mit Hoffnung  

„Fürchte dich nicht“ – das ist die Botschaft von Weihnachten. Der Retter, Jesus Christus, ist in unsere dunkle Welt gekommen. Maria hat Gottes Plan ihr Leben vertraut und durfte erfahren, dass sie mit allem Nötigen versorgt wurde, dass sie Hilfe und Kraft bekam.

Fürchte dich nicht, diese Botschaft dürfen wir weitersagen. Wie Engel können wir uns gegenseitig diese Lebenshilfe zusagen. Damit verbinde ich meinen Wunsch für diese letzten Tage im Advent und für die Weihnachtszeit: Ich wünsche uns allen, die Fähigkeit, für andere ein Engel zu sein, der die Botschaft Gottes verkündet und den Mitmenschen spüren lässt: Fürchte dich nicht.

Monika Gundendorfer

Obfrau Stv. im Pfarrgemeinderat der Pfarre Langenhart

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„Freuet euch im Herrn zu jeder Zeit!“

3. Adventssonntag: B  13. 12. 2020

Liebe Schwestern und Brüder des Pfarrverbandes Enns Donauwinkel! Groß oder klein! Gesund oder krank! Jung oder schon reif an Jahren! Sie alle möchte ich heute ansprechen mit meinen Gedanken zum 3. Adventsonntag, zum Sonntag Gaudete!

Das Wort aus dem Philipperbrief des Apostels Paulus steht als Eingangsvers über diesem 3. Adventsonntag. „Freuet euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe!“

Darum trägt der Priester an diesem Sonntag auch ein rosa Messgewand. Das Weiß der Freude von Weihnachten leuchtet schon herein in das Violett der Adventszeit. Gott kommt uns entgegen. Das ist der Grund unserer Freude!

Ich hoffe, sie lassen sich von der Situation, in der wir gerade leben oder von persönlichen Erfahrungen und Enttäuschungen nicht die Freude nehmen, die unser Leben trägt, wenn wir unser Leben nicht nur von der Oberfläche her gestalten und leben.

Ich möchte ihnen heute ohne viele Worte einfach einen Text des mittlerweile verstorbenen Phil Bosmans über „Glückliche Menschen“ zur persönlichen Meditation mitgeben:

In seinem bekannten Buch: „Vergiss die Freude nicht!“ schreibt er:

Das Glück des Menschen –

ich habe seine tiefsten Gründe gesucht,

und das habe ich herausgefunden:

der Grund liegt nicht im Geld,

nicht im Besitz, nicht im Luxus,

nicht im Nichtstun, nicht im Geschäftemachen,

nicht im Leisten, nicht im Genießen.

Bei glücklichen Menschen

fand ich immer als Grund

tiefe Geborgenheit,

spontane Freude an den kleinen Dingen

und eine große Einfachheit.

Ich habe mich immer gewundert:

Bei glücklichen Menschen fehlt die verrückte Gier.

Niemals fand ich bei glücklichen Menschen,

dass sie ruhelos, gehetzt, getrieben waren,

niemals den Hang zur Selbstherrlichkeit.

Gewöhnlich besaßen sie eine gehörige Portion Humor.

Johann Zarl Pfarrer i.R.

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Mir geschehe, wie du es gesagt hast.

Halleluja. Halleluja.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir,
du bist gebenedeit unter den Frauen.
Halleluja.

Heute am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und – Gottesmutter Maria, besuchte uns in der Messe um 10 Uhr, ganz überraschend, der Nikolaus. Sogar einige Geschenke brachte er mit…wo er während dem Lockdown wohl einkaufen war?

Danke an Dr. Isaak für die Gestaltung des Gottesdienstes und die einfühlsame Predigt.

Den musikalischen Rahmen bildete ein Bläserensemble der Stadtkapelle St. Valentin in bewährter Qualität! Danke dafür!

Ein bisschen Normalität in diesen schwierigen Zeiten, Gott wie das Gut tut!

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2. Adventsonntag Impuls zum Evangelium

Im Evangelium hören wir heute von Johannes dem Täufer und von Jesus auf den er hinweist. Es muss eine Zeit gewesen sein, in der alle besonders sehnsüchtig den Messias erwarteten. Johannes erkennt seine Lebensaufgabe darin, diesem Messias den Weg zu bereiten. Bekanntlich war Jesus ein Verwandter zu ihm und einer der auch eine Zeitlang zu seinen eigenen Jüngern zählte. Das ist unter anderem auch in den ältesten Schriften von Quumran nachlesbar.

Wie muss das für ihn gewesen sein, als ihm immer bewusster wird „DER MESSIAS“: Es ist Jesus, sein eigener Verwandter, sein eigener Jünger?

Trotz des Zulaufes, den Johannes selber hat – manche meinen ja, Johannes sei selbst der Messias – stellt er ganz klar: „Ich bin es nicht! Der Messias ist stärker! ich bin nicht wert, die Riemen seiner Sandalen zu lösen.“ Johannes gelingt es, sich dieser Macht- und Anerkennungsspirale zu entziehen!

Es wird ihm aber nicht leicht gemacht! Der große Einfluss, den Johannes auf die Menschen hat, ist dem herrschenden Herodes ein Dorn im Auge. Herodes lässt ihn ins Gefängnis werfen. Wie muss es Johannes in dieser Zeit ergangen sein? Er hat alles eingesetzt für den kommenden Messias, der größer und stärker ist als er. Wenn Jesus der Messias ist, warum hilft er ihm nicht? Aus den Schriften wissen wir sogar, dass er in seinen Zweifeln seine Jünger zu ihm schickt und fragen lässt: „Bist du es, der da kommen soll oder sollen wir auf einen anderen warten!“ „Lahme gehen, Stumme reden, Tote werden auferweckt…“ bekommt er als Antwort. Aber was ist mit ihm selber? Wir wissen, dass er nicht mehr aus dem Gefängnis herauskommt. Er wird getötet. Johannes stirbt für seine Aufgabe und auch Jesus wird in seiner Sendung für uns sterben.

Wir haben hier zwei Menschen vor Augen – Johannes und Jesus. Beide wachsen in ihre ganz einmalige und persönliche Berufung so hinein, dass sie ihren Auftrag bis zur Vollendung erfüllen.

Jeder von uns hat seine einmalige und einzigartige Berufung. Dabei haben auch wir unsere Wegbegleiter, die uns geholfen haben unsere Berufung bis jetzt zu leben.

Ich kann diese Menschen, Biographien und Situationen in Stille und in Dankbarkeit Gott hinhalten.

In dieser Adventszeit bin ich aber wieder aufgerufen NEU zu fragen, NEU mich auf den Weg zu machen:

  • Wer/Was kann mir jetzt, gerade in dieser meiner Lebensphase, Begleiter, Anregung sein?
  • Was kann mir jetzt helfen, meine eigene Berufung hier, heute, in unserer Welt wieder deutlicher zu sehen?
  • Was kann mir helfen, mich neu aufzumachen und für Gott zu öffnen?
  • Was kann mir helfen, meine tiefste Sehnsucht nach dem ewigen Du wahrzunehmen und für Gottes liebendes Werben ein Gespür zu entwickeln?

Guter Gott,

unendlich fern und doch uns nahe,

der Advent ist eine herausfordernde Zeit:

Wir haben so viel zu tun –

und dann hören wir auch noch die Botschaft von Umkehr, Buße und Veränderung.

Wir bitten dich, gib uns Mut – und sei bei uns,

wenn wir Umkehr und Veränderung wagen.

Lass uns still werden, damit dein Wort auch in uns ankommt.

Zeige uns Wege,

wie wir unser Leben mit dir teilen –

und wie wir sie für dich offenhalten können,

heute und in Ewigkeit.

Amen.

Impuls von

Sr. M. Rosa Wieser

Marienschwester in Klein Erla

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„Seid Wachsam“ Gedanken zum ersten Adventsonntag

„Seid Wachsam“

Wie von vielen befürchtet wurde, stehen der Advent und das Weihnachtsfest in diesem Jahr im Zeichen der Corona Pandemie. Seit einem Jahr wütet die Pandemie in der ganzen Welt und hat das tägliche Leben der meisten Menschen völlig durcheinander gebracht. Eine solche Erfahrung haben die wenigsten von uns mitgemacht, außer vielleicht diejenigen, die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Eine weltweite Pandemie gab es seit hundert Jahren nicht. Aber die Geschichte sagt uns, dass Seuche, Peste und Katastrophen immer ein Teil der Menschheitsgeschichte gewesen sind, und sie würden wohl auch in der gerechtesten und ökologischsten aller Welten vorkommen.

Die Realität ist, dass wenn wir diesmal Advent und Weihnachten in einer anderen und möglicherweise gedämpften Form feiern, ganz anders als gewöhnlich, dann sind wir dem ersten Advent und Weihnachtsfest möglicherweise ein wenig nähergekommen. Der erste Advent war eine Zeit der Verwirrung, unter der ein junges Paar im römischen Palästina sein erstes Kind erwartete, das unter ziemlich mysteriösen Umständen gezeugt wurde. Kurz vor der Geburt des Kindes wurde das Paar aufgefordert, eine mühsame Reise zu einem weit entfernten Ort zu unternehmen. Dort haben sie keine Unterkunft gefunden, und schließlich fand die Geburt ihres ersten Kindes in einem Kuhstall statt. Das sagt uns jedenfalls die Bibel. Dieses Bild wird uns in diesen Tagen nicht fehlen. Der Befehl von Kaiser Augustus, dass sich jeder in seiner Heimatstadt registrieren soll, ähnelt den Corona-Regeln, die von Zeit zu Zeit erlassen werden. Die Welt, in die Jesus geboren wurde, ist nicht die Idylle, die wir zu Weihnachten um uns herum schaffen. Unsere Welt ist genauso ungerecht wie damals. Jesus ist mit einer Botschaft der Geschwisterlichkeit und Gerechtigkeit aufgetreten, damit „das Volk, das in der Finsternis ging, ein helles Licht sah“, wie der Prophet sagt. Weihnachten hat keine andere Botschaft als diese.

Das Evangelium vom ersten Adventssonntag spricht traditionell von der Endzeit. Es mag ziemlich verwirrend erscheinen. Sagt uns das nicht, dass wir die Zukunft mehr als die Vergangenheit in den Blick nehmen müssen? – Die Zukunft der Menschheit, die Zukunft der Natur, die Zukunft unserer Kinder und so weiter? Obwohl die Sprache, die der Evangelist Markus hier benutzt, von der jüdischen Apokalyptik genommen ist und wir nicht damit vertraut sind wie die Christen in seiner Gemeinde, können wir etwas vom Aufruf zur Wachsamkeit lernen. Wir erwarten nicht so wie die ersten Christen die zweite Ankunft des Herrn, aber wir erwarten, dass irgendwann einmal unser Lebensweg zu Ende gehen wird, und als Christen glauben wir, dass wir Rechenschaft über unser Leben abgeben müssen. Seid wachsam, denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Wachsamkeit also lohnt sich. Aber im christlichen Sinne ist diese Wachsamkeit keine Passivität. Wir sind Knechte, die Vollmacht haben, mit bestimmten Aufgaben. Der Herr soll uns nicht schlafend antreffen.

Aufgaben haben wir viele, liebe Schwestern und Brüder. Dieser stille Advent und wahrscheinlich auch diese stille Weihnacht, wie wir in unserem beliebtesten Weihnachtslied singen, könnten uns dazu bewegen, über unser Leben und unsere Aufgaben, die Gott uns anvertraut hat, zu reflektieren.

Wir sind nicht allein in dieser Welt. Wir sind Teil einer globalisierten Welt. Wir sind miteinander verbunden. Daher sollten wir wissen, dass diese Pandemie mittlerweile viel mehr ist als nur eine Pandemie. Sie ist zu einer globalen und vielschichtigen Krise geworden, in der sich ernsthafte Gefahren für die Gesundheit mit zahlreichen weiteren Folgen kombinieren und die Sicherheit, Wohlergehen und Entwicklung aller, einschließlich unserer, gefährden. Es droht bald eine akute Armuts-Pandemie. Es bahnt sich eine dramatische Hunger-Pandemie an. Experten schätzen, dass 130 Millionen Menschen allein 2020 in Hunger und extreme Armut zurückgeworfen werden. Die weltweiten Versuche, das Virus einzudämmen, werden in vielen Ländern bereits für verschärfte staatliche Repressionen genutzt und führen so zu einer Autoritarismus-Pandemie. Und indem sie Großmachtwettbewerb, Protektionismus und Null-Summen-Denken befördert, provoziert die Coronakrise auch eine Pandemie des Nationalismus und Unilateralismus. Diese durch das Coronavirus verursachten Folge-Pandemien verstärken sich wechselseitig und können so Entwicklungsfortschritte der letzten Jahrzehnte zunichtemachen, staatliche Fragilität weiterbefördern und sogar zum Brandbeschleuniger für gewaltsame Konflikte werden. Dies nicht zu merken, die Armen in der Welt im Stich zu lassen, wäre ein schwerer Irrtum. Denn die Folgen – in der Form von Staatszerfall, zunehmender Radikalisierung, und wachsenden Fluchtbewegungen – würden westliche Industrienationen bis in ihr Inneres spüren. Solidarität zu üben, ist deshalb auch in unserem eigenen Interesse. Deshalb sage ich, dass der Aufruf zur Wachsamkeit viel konkreter ist, als wir uns vorstellen. Advent und Weihnachten in der Stille zu begehen, bieten uns eine Chance, unser Christsein heute zeichenhaft zu leben, indem wir versuchen, sie besinnlicher und bescheidener zu begehen, den Notleidenden solidarisch beizustehen und an der Pandemie-Bekämpfung mit aller Kraft mitzuwirken.

Dr. Isaac Padinjarekuttu

Bild: kleiner-kalender.de

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Elisabethsonntag der Caritas

Die Frauen der Caritas liesen sich heuer für den Elisabethsonntag was ganz besonderes einfallen. Da Coronabedingt derzeit keine Gottesdienste stattfinden können, gab es Rosen und Teesackerl den ganzen Tag über zum Mitnehmen. Wunderschön und aufwändig hergerichtet, eine schöne Geste! Danke allen die mitgeholfen haben!

Viele Besucher verbanden den sonntäglichen Kirchenbesuch mit einem Gebet und bedienten sich an den blühenden Gaben.

Danke Renate Steffelbauer für die Fotos!

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Gedanken zum Christkönigsonntag

Christkönigsonntag

22. November 2020, letzter Sonntag im Jahreskreis

Matthäus 25, 31-46

Am Christkönigsonntag blicken wir auf Jesus Christus, einen König der ganz anderen Art – ein friedvoller König, der für seinen Auftrag, die Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen, keine Kriege geführt hat.

Dennoch ein König, der sehr klar und deutlich, provokant und herausfordernd formuliert, was er will, worauf es ankommt, wenn ich Jünger, Jüngerin sein möchte. Er spricht alle Lebensbereiche der Menschen an und vor allem stellt er sich auf die Seite derer, die nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind.

Ich war hungrig – und ihr habt mir zu essen gegeben, ich war nackt, durstig, fremd, obdachlos, ich war krank oder im Gefängnis …

Schon allein diese Sätze bringen seine Solidarität mit den Notleidenden, den Ausgegrenzten zum Ausdruck. Jesus sieht sich als Anwalt – heute würden wir sagen – Jesus ist der Volksanwalt dieser Menschen.

Die sogenannten „Gerechten“ antworten mit einer Gegenfrage: Wann haben wir dich hungrig, nackt, fremd, obdachlos, durstig oder im Gefängnis gesehen – und Jesus antwortet: Was ihr einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Jene, die es nicht begreifen schickt er weg – zu andern sagt er: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

Den Maßstab, den Christus für das Reich Gottes setzt, sind die Werke der Barmherzigkeit: Hungernde speisen, Dürstenden zu trinken geben, Fremde aufnehmen, Nackte bekleiden, Kranke besuchen, Gefangene aufsuchen.

Diese Werke besitzen in unserer Zeit ungeheure Aktualität. So viele Hungernde, Fremde, Ausgestoßene, gab es noch nie! Der Hunger nach Liebe und Anerkennung wird immer spürbarer. Seelische Obdachlosigkeit, Sehnsucht nach Beheimatung, seelisch Gefangene, eingesperrt in ihren Ängsten, Menschen die um ihre Existenzen bangen, Eltern die im Homeoffice und gleichzeitiger Kinderbetreuung an ihre Grenzen kommen, Ärzte und Pflegekräfte die ihren ganzen Einsatz geben und dabei selbst ausbrennen, ….  diese Liste ließe sich lange fortsetzen.

Jesus macht in seiner Rede deutlich, was er von seinen Jüngern und Jüngerinnen erwartet – es geht nicht um leere Worte, die noch so fromm klingen mögen, es geht um Taten.

Barmherzigkeit muss Hand und Fuß bekommen – denn Christus hat keine Hände, keine Füße, nur meine und deine – um seine Arbeit heute zu tun. Barmherzig sein, ein Herz für andere haben – ehrlichen Herzens – nicht aus Mitleid um gut dazustehen oder um mein Gewissen zu beruhigen.

Gerade jetzt im Lockdown ist nicht so vieles physisch möglich. Lassen wir uns vom Geist Gottes ermutigen und werden wir kreativ: denken wir an Menschen, die wir schon länger nicht gesehen haben, melden wir uns bei ihnen, rufen wir an oder nehmen Kontakt über die sozialen Medien auf. Für andere zu beten geht immer.

Werden wir selbst zu Hoffnungsträger/innen für jene, die traurig und verzweifelt sind.  

Monika Gundendorfer

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Ministranten Aufnahme

Unsere neuen „Minister“ sind da!

Das Wort „Minister“ und Ministrant ist verwandt! Beides bedeutet „Diener“! Müssen uns unsere weltlichen Minister gerade durch die Corona-Pandemie lotsen, so dienen unsere Ministranten-Kinder dem höchsten Herrn der Welt und des Himmels. Neun neue Kinder durften wir am Leopoldi-Sonntag, feierlich in die große Schar unserer Altardiener aufnehmen. Um die 50 Kinder ministrieren derzeit in unserer Pfarre! Als Verantwortlicher danke ich den Kinder und ebenso ihren Eltern, denn ohne die Hilfe von Mama und Papa, Oma und Opa, ist man nur eine kurze Weile engagiert. Dieses Feuer zu hüten ist eine Gabe für sich! Ich weiß wovon ich spreche, begleite ich doch schon seit meiner Jugendzeit Ministrantinnen und Ministranten auf ihren Wegen. Ministrieren ist die „beste und intensivste“ Kinder-Seelsorge, weil die Kinder sich rund um unser Zentrum, um Jesus, in Wort und Sakrament versammeln! Näher kann man Jesus nicht sein! Möge der Mini-Dienst unsere Kinder, Teenager und Jugendlichen prägen, möge es ihr aktuelles und zukünftiges Leben bereichern!

Besondere Glückwünsche an unsere „Super Ministranten“ des Jahres 2020 – Regina Steffelbauer, Hannes Steffelbauer und Anna Luise Hauleithner! Danke für eueren Dienst!

Danke Renate Steffelbauer und Hanspeter Lechner für die Fotos!

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Papst-Apell zum „Welttag der Armen“

Papst-Appell zum „Welttag der Armen“ für neue Geschwisterlichkeit

Papst FranziskusDie Corona-Pandemie ist nach Aussage des Papstes eine Gelegenheit, den konkreten Einsatz für Arme wiederzuentdecken. „Wir haben das Bedürfnis nach neuer Geschwisterlichkeit vertieft, die zu wechselseitiger Hilfe und Achtung fähig ist“, so Papst Franziskus.

Die Worte sind der Botschaft des Papstes zum diesjährigen „Welttag der Armen“ entnommen, die der Vatikan am 13. Juni 2020 veröffentlichte. Dem Armen die Hand entgegenzustrecken, so das Motto des Aktionstages, sei keine bloße Option, sondern notwendig für authentischen Glauben. Der „Welttag der Armen“ wird in diesem Jahr am 15. November begangen. 

In der acht Seiten langen Botschaft erinnert Franziskus an die „ausgetreckten Hände“ von Pflegerinnen und Ärzten, Verwaltungsmitarbeitern und Apothekern, Priestern, Freiwilligen und anderen, die Menschen mit der weltweit grassierenden Lungenerkrankung helfen. „Die Hand entgegenzustrecken lässt vor allem den, der es tut, entdecken, dass wir fähig sind, Dinge zu vollbringen, die dem Leben Sinn verleihen“, so der Papst weiter.

Kritik an „Gleichgültigkeit und Zynismus“

Gleichzeitig kritisiert er scharf „Gleichgültigkeit und Zynismus“ jener, die „über eine Computertastatur Geldbeträge von einem Teil der Welt in einen anderen verschieben“ und damit den „Reichtum von Oligarchien“, das „Elend von Massen oder den Konkurs ganzer Nationen bestimmen“. Ebenso verurteilt er Waffen- und Drogenhändler, Korruption sowie Gesetzgeber, die sich selbst nicht ans Recht halten.

„Streck dem Armen deine Hand entgegen“

Das Motto des Welttages, „Streck dem Armen deine Hand entgegen“, ist dem Buch Jesus Sirach im Alten Testament entnommen. Darin wird nach Aussage des Papstes klar gesagt: „Das Gebet zu Gott und die Solidarität mit den Armen und Leidenden können nicht voneinander getrennt werden.“ Notwendig dafür sei zunächst Gottvertrauen, das zu Gelassenheit und Ausdauer befähige.

Wie aufmerksam und engagiert jemand sich für Belange armer Menschen einsetzt, „darf nicht von der verfügbaren Zeit oder von privaten Interessen abhängen noch von blutleeren Pastoral- und Sozialprojekten“, mahnt der Papst. Die Armen im Blick zu behalten sei „schwierig, aber notwendiger denn je“. Es komme nicht auf viele Worte an, sondern darauf, „sein Leben konkret einzubringen“.

„Welttag der Armen 2016“ eingeführt

Papst Franziskus hatte den „Welttag der Armen 2016“ eingeführt. Er wird jeweils am zweiten Sonntag vor dem Advent begangen, dieses Jahr zum vierten Mal. Die dazugehörende Botschaft des Papstes wird meist schon im Juni veröffentlicht.

Papstbotschaft im Wortlaut zum Nachlesen     

Kathpress      (be), publiziert am 15.06.2020