Autor: Rudolf Hiebl
Mir geschehe, wie du es gesagt hast.
Halleluja. Halleluja.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir,
du bist gebenedeit unter den Frauen.
Halleluja.
Heute am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und – Gottesmutter Maria, besuchte uns in der Messe um 10 Uhr, ganz überraschend, der Nikolaus. Sogar einige Geschenke brachte er mit…wo er während dem Lockdown wohl einkaufen war?
Danke an Dr. Isaak für die Gestaltung des Gottesdienstes und die einfühlsame Predigt.
Den musikalischen Rahmen bildete ein Bläserensemble der Stadtkapelle St. Valentin in bewährter Qualität! Danke dafür!
Ein bisschen Normalität in diesen schwierigen Zeiten, Gott wie das Gut tut!
2. Adventsonntag Impuls zum Evangelium
Im Evangelium hören wir heute von Johannes dem Täufer und von Jesus auf den er hinweist. Es muss eine Zeit gewesen sein, in der alle besonders sehnsüchtig den Messias erwarteten. Johannes erkennt seine Lebensaufgabe darin, diesem Messias den Weg zu bereiten. Bekanntlich war Jesus ein Verwandter zu ihm und einer der auch eine Zeitlang zu seinen eigenen Jüngern zählte. Das ist unter anderem auch in den ältesten Schriften von Quumran nachlesbar.
Wie muss das für ihn gewesen sein, als ihm immer bewusster wird „DER MESSIAS“: Es ist Jesus, sein eigener Verwandter, sein eigener Jünger?
Trotz des Zulaufes, den Johannes selber hat – manche meinen ja, Johannes sei selbst der Messias – stellt er ganz klar: „Ich bin es nicht! Der Messias ist stärker! ich bin nicht wert, die Riemen seiner Sandalen zu lösen.“ Johannes gelingt es, sich dieser Macht- und Anerkennungsspirale zu entziehen!
Es wird ihm aber nicht leicht gemacht! Der große Einfluss, den Johannes auf die Menschen hat, ist dem herrschenden Herodes ein Dorn im Auge. Herodes lässt ihn ins Gefängnis werfen. Wie muss es Johannes in dieser Zeit ergangen sein? Er hat alles eingesetzt für den kommenden Messias, der größer und stärker ist als er. Wenn Jesus der Messias ist, warum hilft er ihm nicht? Aus den Schriften wissen wir sogar, dass er in seinen Zweifeln seine Jünger zu ihm schickt und fragen lässt: „Bist du es, der da kommen soll oder sollen wir auf einen anderen warten!“ „Lahme gehen, Stumme reden, Tote werden auferweckt…“ bekommt er als Antwort. Aber was ist mit ihm selber? Wir wissen, dass er nicht mehr aus dem Gefängnis herauskommt. Er wird getötet. Johannes stirbt für seine Aufgabe und auch Jesus wird in seiner Sendung für uns sterben.
Wir haben hier zwei Menschen vor Augen – Johannes und Jesus. Beide wachsen in ihre ganz einmalige und persönliche Berufung so hinein, dass sie ihren Auftrag bis zur Vollendung erfüllen.
Jeder von uns hat seine einmalige und einzigartige Berufung. Dabei haben auch wir unsere Wegbegleiter, die uns geholfen haben unsere Berufung bis jetzt zu leben.
Ich kann diese Menschen, Biographien und Situationen in Stille und in Dankbarkeit Gott hinhalten.
In dieser Adventszeit bin ich aber wieder aufgerufen NEU zu fragen, NEU mich auf den Weg zu machen:
- Wer/Was kann mir jetzt, gerade in dieser meiner Lebensphase, Begleiter, Anregung sein?
- Was kann mir jetzt helfen, meine eigene Berufung hier, heute, in unserer Welt wieder deutlicher zu sehen?
- Was kann mir helfen, mich neu aufzumachen und für Gott zu öffnen?
- Was kann mir helfen, meine tiefste Sehnsucht nach dem ewigen Du wahrzunehmen und für Gottes liebendes Werben ein Gespür zu entwickeln?
Guter Gott,
unendlich fern und doch uns nahe,
der Advent ist eine herausfordernde Zeit:
Wir haben so viel zu tun –
und dann hören wir auch noch die Botschaft von Umkehr, Buße und Veränderung.
Wir bitten dich, gib uns Mut – und sei bei uns,
wenn wir Umkehr und Veränderung wagen.
Lass uns still werden, damit dein Wort auch in uns ankommt.
Zeige uns Wege,
wie wir unser Leben mit dir teilen –
und wie wir sie für dich offenhalten können,
heute und in Ewigkeit.
Amen.
Impuls von
Sr. M. Rosa Wieser
Marienschwester in Klein Erla
„Seid Wachsam“
Wie von vielen befürchtet wurde, stehen der Advent und das Weihnachtsfest in diesem Jahr im Zeichen der Corona Pandemie. Seit einem Jahr wütet die Pandemie in der ganzen Welt und hat das tägliche Leben der meisten Menschen völlig durcheinander gebracht. Eine solche Erfahrung haben die wenigsten von uns mitgemacht, außer vielleicht diejenigen, die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Eine weltweite Pandemie gab es seit hundert Jahren nicht. Aber die Geschichte sagt uns, dass Seuche, Peste und Katastrophen immer ein Teil der Menschheitsgeschichte gewesen sind, und sie würden wohl auch in der gerechtesten und ökologischsten aller Welten vorkommen.
Die Realität ist, dass wenn wir diesmal Advent und Weihnachten in einer anderen und möglicherweise gedämpften Form feiern, ganz anders als gewöhnlich, dann sind wir dem ersten Advent und Weihnachtsfest möglicherweise ein wenig nähergekommen. Der erste Advent war eine Zeit der Verwirrung, unter der ein junges Paar im römischen Palästina sein erstes Kind erwartete, das unter ziemlich mysteriösen Umständen gezeugt wurde. Kurz vor der Geburt des Kindes wurde das Paar aufgefordert, eine mühsame Reise zu einem weit entfernten Ort zu unternehmen. Dort haben sie keine Unterkunft gefunden, und schließlich fand die Geburt ihres ersten Kindes in einem Kuhstall statt. Das sagt uns jedenfalls die Bibel. Dieses Bild wird uns in diesen Tagen nicht fehlen. Der Befehl von Kaiser Augustus, dass sich jeder in seiner Heimatstadt registrieren soll, ähnelt den Corona-Regeln, die von Zeit zu Zeit erlassen werden. Die Welt, in die Jesus geboren wurde, ist nicht die Idylle, die wir zu Weihnachten um uns herum schaffen. Unsere Welt ist genauso ungerecht wie damals. Jesus ist mit einer Botschaft der Geschwisterlichkeit und Gerechtigkeit aufgetreten, damit „das Volk, das in der Finsternis ging, ein helles Licht sah“, wie der Prophet sagt. Weihnachten hat keine andere Botschaft als diese.
Das Evangelium vom ersten Adventssonntag spricht traditionell von der Endzeit. Es mag ziemlich verwirrend erscheinen. Sagt uns das nicht, dass wir die Zukunft mehr als die Vergangenheit in den Blick nehmen müssen? – Die Zukunft der Menschheit, die Zukunft der Natur, die Zukunft unserer Kinder und so weiter? Obwohl die Sprache, die der Evangelist Markus hier benutzt, von der jüdischen Apokalyptik genommen ist und wir nicht damit vertraut sind wie die Christen in seiner Gemeinde, können wir etwas vom Aufruf zur Wachsamkeit lernen. Wir erwarten nicht so wie die ersten Christen die zweite Ankunft des Herrn, aber wir erwarten, dass irgendwann einmal unser Lebensweg zu Ende gehen wird, und als Christen glauben wir, dass wir Rechenschaft über unser Leben abgeben müssen. Seid wachsam, denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Wachsamkeit also lohnt sich. Aber im christlichen Sinne ist diese Wachsamkeit keine Passivität. Wir sind Knechte, die Vollmacht haben, mit bestimmten Aufgaben. Der Herr soll uns nicht schlafend antreffen.
Aufgaben haben wir viele, liebe Schwestern und Brüder. Dieser stille Advent und wahrscheinlich auch diese stille Weihnacht, wie wir in unserem beliebtesten Weihnachtslied singen, könnten uns dazu bewegen, über unser Leben und unsere Aufgaben, die Gott uns anvertraut hat, zu reflektieren.
Wir sind nicht allein in dieser Welt. Wir sind Teil einer globalisierten Welt. Wir sind miteinander verbunden. Daher sollten wir wissen, dass diese Pandemie mittlerweile viel mehr ist als nur eine Pandemie. Sie ist zu einer globalen und vielschichtigen Krise geworden, in der sich ernsthafte Gefahren für die Gesundheit mit zahlreichen weiteren Folgen kombinieren und die Sicherheit, Wohlergehen und Entwicklung aller, einschließlich unserer, gefährden. Es droht bald eine akute Armuts-Pandemie. Es bahnt sich eine dramatische Hunger-Pandemie an. Experten schätzen, dass 130 Millionen Menschen allein 2020 in Hunger und extreme Armut zurückgeworfen werden. Die weltweiten Versuche, das Virus einzudämmen, werden in vielen Ländern bereits für verschärfte staatliche Repressionen genutzt und führen so zu einer Autoritarismus-Pandemie. Und indem sie Großmachtwettbewerb, Protektionismus und Null-Summen-Denken befördert, provoziert die Coronakrise auch eine Pandemie des Nationalismus und Unilateralismus. Diese durch das Coronavirus verursachten Folge-Pandemien verstärken sich wechselseitig und können so Entwicklungsfortschritte der letzten Jahrzehnte zunichtemachen, staatliche Fragilität weiterbefördern und sogar zum Brandbeschleuniger für gewaltsame Konflikte werden. Dies nicht zu merken, die Armen in der Welt im Stich zu lassen, wäre ein schwerer Irrtum. Denn die Folgen – in der Form von Staatszerfall, zunehmender Radikalisierung, und wachsenden Fluchtbewegungen – würden westliche Industrienationen bis in ihr Inneres spüren. Solidarität zu üben, ist deshalb auch in unserem eigenen Interesse. Deshalb sage ich, dass der Aufruf zur Wachsamkeit viel konkreter ist, als wir uns vorstellen. Advent und Weihnachten in der Stille zu begehen, bieten uns eine Chance, unser Christsein heute zeichenhaft zu leben, indem wir versuchen, sie besinnlicher und bescheidener zu begehen, den Notleidenden solidarisch beizustehen und an der Pandemie-Bekämpfung mit aller Kraft mitzuwirken.
Dr. Isaac Padinjarekuttu
Bild: kleiner-kalender.de
Es finden derzeit keine Gottesdienste statt. Messintentionen werden zu einen späteren Zeitpunkt nachgeholt! Wir bitte um Ihr Verständnis!
Elisabethsonntag der Caritas
Die Frauen der Caritas liesen sich heuer für den Elisabethsonntag was ganz besonderes einfallen. Da Coronabedingt derzeit keine Gottesdienste stattfinden können, gab es Rosen und Teesackerl den ganzen Tag über zum Mitnehmen. Wunderschön und aufwändig hergerichtet, eine schöne Geste! Danke allen die mitgeholfen haben!
Viele Besucher verbanden den sonntäglichen Kirchenbesuch mit einem Gebet und bedienten sich an den blühenden Gaben.
Danke Renate Steffelbauer für die Fotos!





















