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Impulsgedanken zum 6. Sonntag der Osterzeit

Impulsgedanken zum 6. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr A von Diakon Manuel (Joh 14,15-21) –

Wäre nicht „Corona“, so würden an den kommenden Samstagen im Mai viele Hochzeiten stattfinden! In den letzten Wochen habe ich mit vielen enttäuschten Brautpaaren telefoniert, versucht so manche Braut-Träne zu trocknen. Beim Sonntagsevangelium ist mir das Wort „Beistand“ sofort ins Auge und ins Herz gesprungen! Junge Brautpaare suchen sich Trauzeugen aus. Der Begriff „Beistand“ verschwindet oft zugunsten der Bezeichnung „Trauzeuge“. Mir gefällt das Wort „Beistand“! Und in meinen Hochzeitspredigten, spreche ich immer auch die Beistände des Brautpaares an. Sie haben eine hohe Aufgabe, sie stehen den Brautleuten bei, konkret im Moment der Spendung des Ehesakramentes, sie fungieren als unterschreibende Zeugen, aber damit ist ihr Auftrag noch nicht erfüllt! Meiner Überzeugung nach, haben Trauzeugen, Beistände die Aufgabe, „ihr“ Ehepaar auch in (die) Zukunft zu begleiten, mit Interesse, Zuwendung und Gebet! Jesus spricht in seinen „Abschiedsreden“ (vor seinem Tod, seiner Auferstehung und Himmelfahrt) von einem ganz besonderen Beistand, den Gott uns senden wird, wenn er nicht mehr leibhaft unter uns weilt! Mit diesem Beistand spielt Jesus auf den Heiligen Geist an. Der Hl. Geist, eine geheimnisvolle „Person“ innerhalb der Dreieinigkeit! Für mich ist der Geist Gottes, der Geist Jesu, der Verbinder, das „Verbindungsmittel“, kurz, er der Geist oder sie die „Geistin“ (hebräisch „ruach“) ist für mich LIEBE in der reinsten Form! Diese Liebe Gottes verbindet uns, mindestens auf zwei Weisen (- es mag noch mehrere geben!): Sie ermöglicht GEMEINSCHAFT und IST HEILSAM!

Zum Weiterdenken:

Wer ist mir Beistand? Wem stehe ich bei? Meldet euch wieder einmal bei euren „Beiständen“, den Trauzeugen, Tauf- und Firmpaten! In welchen Situationen meines Lebens habe ich den Beistand Gottes schon erlebt? Wer hat „ihn“ mir erfahrbar gemacht? 

Für unsere Kinder:

Schaut euch eure Tauffotos wieder einmal an. Vielleicht gibt es sogar einen Film von eurer Taufe? Zeichnet eurem Taufpaten, eurer Taufpatin eine Zeichnung von euch zwei. Sucht die Hochzeitsfotos eurer Eltern! Fragt sie, wer ihre Trauzeugen waren und warum sie sich gerade diese Personen ausgesucht haben?

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Klang:Raum:Kirche am Muttertag

„Corona sei Dank!“ – gibt es an Sonntagnachmittagen das neue Angebot „Klang:Raum:Kirche“. Von 12-19 Uhr laden wir Sie ein, unsere Pfarrkirche als meditativen Klangraum zu erleben. Jeden Sonntag hören wir andere Melodien, Klänge und Gesänge: klassisch, modern, bekannt oder neu, auf alle Fälle immer besinnlich! In unserer großen Kirche ist es leicht, bei diesem Angebot, nach den Covid-19-Vorschriften, genügend Abstand zu halten. Auf vielfachen Wunsch werden wir dieses Klang-Angebot auch über die Sommermonate fortsetzen!

Mit ihrer Kamera hat Renate Steffelbauer die Stimmung am Muttertag den 10. Mai eingefangen….

Ein besonderer Dank gilt unserem Diakon Manuel Sattelberger der jede Woche ein neue Idee umsetzt und die Musik dazu aussucht!

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Sinn und Unsinn der Corona-Pandemie

Sinn und Unsinn der Corona-Pandemie

Dr. Isaac Padinjarekuttu

Es kann alles so sinnlos erscheinen. Einige zufällige, biologische Mutationen ziehen um den Globus, morden Tausende, zerreißen Familien und pulverisieren Träume. Leben und Tod können völlig willkürlich erscheinen. Religionen und Philosophien können wie grausame Witze wirken. Das einzige, das zählt, ist das Überleben. Ohne die Inspiration eines höheren Sinn übernimmt der Egoismus das Regiment.

Diese Einstellung ist die Versuchung der Stunde – aber natürlich ist sie falsch. Wir werden dies als eine der bedeutendsten Perioden unseres Lebens betrachten. Viktor Frankl, der aus dem Wahnsinn des Holocaust schrieb, erinnerte uns daran, dass wir unsere Probleme nicht wählen können, aber wir haben die Freiheit, unsere Antworten zu wählen. Die Bedeutung eines Ereignisses, argumentierte er, kommt von drei Dingen: der Arbeit, die wir in Krisenzeiten anbieten, der Liebe, die wir geben, und unserer Fähigkeit, angesichts des Leidens Mut zu zeigen. Die Bedrohung mag untermenschlich oder übermenschlich sein, aber wir alle haben die Möglichkeit, unsere eigene Würde bis zum Ende zu behaupten. Können wir es zu einer Sinnquelle machen? Können wir die Geschichte dieses Virus und die Geschichte, wie es unser Leben in den letzten Wochen erschütterte, unsere Momente des Leidens während der Pandemie, zu einem Teil einer größeren Erlösungserzählung machen? Nur so können wir uns hartnäckig weigern aufzugeben und unser Leben wieder leben.  Dieses Virus ist ein unsichtbares Monster, aber es kann eine bessere Welt hervorbringen.

Diese Pandemie trifft uns genau an den Stellen, an denen wir am schwächsten sind, und deckt genau die Krankheiten auf, die wir träge toleriert hatten. Vielleicht hat es unsere ideologischen Unterschiede, unsere persönlichen Vorurteile, unsere Charakterfehler aufgedeckt. Wir definieren uns zu sehr durch unsere Karrieren, Macht und Reichtum, und das Virus droht, sie wegzufegen. Wir sind eine moralisch unartikulierte Kultur, und jetzt gelten die grundlegenden moralischen Fragen.

Auf diese Weise verlangt das Virus, dass wir unsere Probleme auf eine Weise angehen, zu der wir vorher nicht gezwungen waren. Die Pandemie bringt unsere Kreativität hervor. Während wirtschaftlicher und sozialer Krisen entstehen die großen Entwürfe für die Zukunft. Es kommt bereits eine neue Energie in die Welt. Das paradigmatische Bild dieser Krise sind all jene Online-Bilder von Menschen, die Wege finden, über Entfernungen zusammen zu singen, zu musizieren und zu tanzen, Menschen, die Wege finden, sich gegenseitig zu helfen. Es kommt bereits zu einem Wertewandel in die Welt. Wir sind gezwungen, absichtlich unsere menschlichen Verbindungen aufrechtzuerhalten. Durch den Druck der gegenseitigen Angst werden die Beziehungen enger. Jeder hungert nach engeren Bindungen und tieferer Sorge füreinander. Es kommt auch zu einem neuen Aktionismus. Viele Leute fragen: Was kann ich jetzt tun? Die Menschen haben neue Aktivitäten begonnen, um ihren Nachbarn zu helfen. Es kommt auch eine neue Introspektion in die Welt. Die Menschen sind bestrebt, tiefere Gespräche zu führen und grundlegendere Fragen zu stellen: Bist du bereit zu sterben? Wärst du mit dem Leben zufrieden, das du gelebt hast? Was würdest du tun, wenn ein geliebter Mensch sterben würde? Weißt du, wo deine  spirituellen und zwischenmenschlichen Ressourcen liegen? Welche Rolle spielst du in dieser Krise? Wie kannst du konkret helfen?

Wir alle haben die Aufgabe, uns unserer eigenen Angst zu stellen. Wir alle haben Angst. Aber nach und nach stellen wir fest, dass wir über die Ressourcen verfügen, um die Angst mit Gesprächen und direkten Maßnahmen zu bekämpfen. Ein stärkeres Selbst entsteht aus dem Todeskampf der Angst. Als Christen glauben wir, dass das Leiden erlösend sein kann. In diesen schwierigen Zeiten lernen wir mehr über uns. Wir lernen auch, dass die Ungleichheit in der Welt obszöner scheint, wenn der Unterschied zwischen Arm und Reich, Leben oder Tod so stark ist. Ja, es ist ein bedeutungsvoller Moment. Und genau diese Bedeutung wird uns inspirieren und zusammenhalten, wenn es schlimmer wird. In solchen Situationen ist Sinn ein wichtiges Medikament für die Seele.

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Impuls zum 5. Sonntag im Jahreskreis – MUTTERTAG

  1. Sonntag in der Osterzeit  – Muttertag                  

                                                                         1.  Lesung     Apg 6,1-7

                                                                                                                     2. Lesung  1 Petr 2,4-9

                                                                                                                  Evangelium    Joh 14,1-12

„Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft.“

1 Petr 2,9

„Herr Pfarrer kommen Sie bitte nach vorne!“

Selbst bei nicht kirchlichen Veranstaltungen werden Priestern besondere Ehrenplätze zugewiesen. – Zur Zeit ist es ja nicht so -weil es keine Veranstaltung gibt -,  aber wir dürfen annehmen, das nach den Beschränkungen auch hier die alte Ordnung wieder einkehrt.

Am 8. Mai wurde des 75. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges gedacht. Erinnern wir uns daher auch an Priester und Ordensleute,

denen damals die letzten Plätze zugewiesen wurden:

Viele waren von Ihnen auch in Konzentrationslagern und fanden dort den gewaltsamen Tod. 

Ehrenplätze für Priester, sind nicht an sich verwerflich,

denn ob nun der Priester in der ersten Reihe sitzt oder in der letzten Reihe:

Das Wort Jesu, gesprochen im Abendmahlsaal bleibt der Maßstab und was daraus folgt wird dann sichtbar im konkreten Leben. (-oder leider auch nicht!): 

„Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt,

wie ich an euch gehandelt habe.“ (Joh 13,15)

Der Erste soll der Priester im Dienst am Nächsten sein,

nach dem Beispiel Jesu. Dass das im Laufe der Kirchengeschichte oft nicht gelungen ist und bis heute nicht gelingt -oder sich sogar in das schreckliche Gegenteil verkehrt – war und ist vielen zurecht zum Stein des Anstoßes geworden.

Leider ist das Wort vom „auserwählten Geschlecht“ und der

„königlichen Priesterschaft“ aber durch die Jahrhunderte sehr exklusiv verstanden worden: Allein auf die Priester im Gotteshaus.

Diese herausfordernde Zeit, in der wir leben, haben gläubige Menschen,

trotz aller Einschränkungen, aber genau dagegen ein starkes Lebenszeichen gegeben:  Zum einen im konkreten Einsatz  für andere in der Nachbarschaft, bei denen die der Hilfe bedürfen (z.B. Einkaufen, Besorgungen machen usw.).  Zum andern haben Frauen und Männer, junge und ältere Menschen neu ihre priesterliche Würde entdeckt im gemeinsamen Gebet zu Hause:

Viele haben gestreamte Gottesdienste mitgefeiert oder

Zuhause an Hand von Gebetsvorlagen Hauskirche gefeiert.

Da haben Kinder Zuhause den Vorbeterdienst gemacht und sagen:

„Ostern war noch nie so schön wie heuer.“

Ja, jede/r Getaufte gehört zum „auserwählen Geschlecht“,

zur „königlichen Priesterschaft.“ – „Priester“:  eine schöne Deutung dieses Wortes ist auch:
„Durchlässig sein für Gottes Liebe“, in diesem Sinn wollen

wir heute am Muttertag allen Müttern „Danke“ sagen

für ihr wahrhaft priesterliches Wirken!

Danke, dass durch euch Gottes Liebe zu uns erahnbar,

greifbar und sichtbar wird, weil ihr durchlässig seid für Gottes Liebe.

Muttertag:  Ein Tag, das auch einmal wieder ganz ausdrücklich

auch zu sagen und einander durch sichtbare Zeichen zu zeigen.

Dieses große „Danke“ umfasst freilich die lebenden und auch schon die verstorbenen Mütter!

  • Und sollte aus welchen Gründen auch immer,

die Beziehung zur eigenen Mutter belastet sein, wäre heute ein sehr guter Tag sich zu versöhnen,

         oder zumindest den Weg der Versöhnung zu beginnen, denn

einen wichtigen Ehrenplatz in unseren Herzen und im Leben

gehört auf jeden Fall der eigenen Mutter.

   Moderator Mag. Herbert Reisinger

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Hirtenwort der österreichischen Bischöfe

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Impuls zum 4. Sonntag nach Ostern „Jesus, die Tür zum Leben“

Jesus, die Tür zum Leben

Jedes Jahr begeht die Kirche am 4. Ostersonntag den Weltgebetstag für geistliche Berufe. Diese Feier wurde 1964 vom Papst Paul VI. eingeführt. Wir alle tragen Verantwortung. Die Berufungen zum Christsein, Priestertum, Ordensleben oder andere Formen der Nachfolge Jesu kann man nicht einfach planen und organisieren. Sie fallen auch nicht einfach vom Himmel. Ja, selbst das Gebet um Berufungen, so wichtig und unverzichtbar es ist, reicht allein nicht immer aus. Heute wie damals vor 2000 Jahren ist es der Herr selbst, der Menschen ruft. Nur er kann die Herzen von Menschen berühren und ergreifen. Nur er selbst kann in das Leben von Menschen eintreten und zu einer Freundschaft einladen, die niemals endet und, die das Herz erfreut. Doch wo ist heute dieser rufende Gott? Die Tatsache ist, dass die Zahl derer, die geistliche Berufe aufnehmen wollen, sehr gering ist. Deshalb wird diese Frage immer aktueller. Wo können Menschen Gott heute erfahren, seine Nähe spüren und seine Stimme hören?

Wir wissen es. Gott lebt dort, wo Kirche gelebt wird. Wo Menschen in der gegenseitigen Liebe geschwisterlich miteinander leben, da wohnt Gott in ihrer Mitte, da ist der rufende Gott. Das bekannte Lied mit dem Jesuswort: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ ist fast zu einem Schlager geworden. Vielleicht geht uns dieses Lied zu leicht über die Lippen. Im Namen Jesu versammelt sein heißt: in seiner Liebe beisammen zu sein. Eine Liebe, die alle meint, sogar die Feinde; eine Liebe, die sich klein machen kann und dient; eine Liebe, die bedingungslos liebt; eine Liebe, die sich ganz in den anderen hinein versetzt und Freude und Schmerz mit ihm teilt. Wo Christen in dieser Liebe zusammenleben, wo diese Liebe gegenseitig wird, konkret gelebt wird, da ist Gott. Da wohnt Gott in ihrer Mitte.

Ich bin davon überzeugt, dass da, wo Christen so leben, wo wir in herzlicher Freundschaft ein Netz lebendiger, liebevoller Beziehungen verwirklichen, der rufende Gott anwesend ist. In einer Kirche und in einer Gemeinde, in der in vielen Gruppen und Gemeinschaften Familie erlebt wird, wo man diese Freude erfährt, dort spürt man die Gegenwart Jesu in ihrer Mitte.

In einem solchen Klima der Einheit sind Menschen fasziniert und werden dadurch angezogen. Dort spüren sie die Einladung zum Christsein. Dort wird die schönste und grundlegendste Berufung geweckt: Die Berufung zum Christsein. Dort geschehen dann auch besondere Berufungen: die zur christlichen Ehe und Familie, zum Priester und Ordensberuf, zum pastoralen Dienst und Berufungen jeglicher Art. Nehmen wir diesen Tag der geistlichen Berufe zum Anlass, uns neu über unsere eigene Berufung zum Christsein zu freuen. Beten wir, dass die Kirche alle Dienste und Berufungen hat, die sie heute braucht, um ein guter Lebensraum für uns Menschen zu sein.

Im heutigen Evangelium sagt Jesus, dass er die Tür ist, die sich immer wieder für alle öffnet und uns die Weide der Freiheit und des Lebens schenkt. Jesus öffnet uns die Tür des Glaubens, die zum Leben führt, weil er gesagt hat: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“. Er garantiert absolute Verlässlichkeit und Sicherheit für das Leben. 

Jesus ruft uns immer zu diesem Leben in Freiheit und Frieden. Die geistlichen Berufe sind ein Ruf Menschen dieses Leben in Freiheit und Frieden zu ermöglichen. Das ist ein Ruf, um Türen für anderen zu werden und zu öffnen. Wir Christen sollen auch von uns sagen: „Ich bin die Tür“, wie Jesus es sagt. Ich bin dafür da, andere zu schützen, ihnen Ängste zu nehmen und Geborgenheit zu schenken. Ein Christ ist niemals nur für sich selbst da. Wie Christus ist er immer da für die anderen. Der Ruf bedeutet für andere Menschen zu leben, wie Mutter Theresa von Kalkutta oder Maximilian Kolbe usw.

Leider müssen wir feststellen, dass es manchmal schwarze Schafe nicht nur unter den Schafen gaben, sondern auch unter den Hirten. Die Skandale der letzten Jahre haben das schwerwiegende Versagen und den besonders tiefen Vertrauensverlust gegenüber den Hirten offengelegt. Im Evangelium geht es nicht nur um den Hirten Jesus, sondern um die, die ihn repräsentieren, die in seiner Nachfolge seine Herde weiden. Als entscheidendes Kriterium wird genannt, dass der Hirt durch die Tür zu den Schafen geht und nicht sonst irgendwie einsteigt in den Stall. Die Tür selbst ist aber Jesus. Durch ihn und mit ihm und in ihm nimmt man legitim am Hirtendienst teil. Wir beten heute, dass alle, die Verantwortung in der Kirche tragen, nach dem Beispiel des guten Hirten Jesus leben und handeln.   

Zugleich haben wir heute auch Gelegenheit, denen zu danken, die in den Ordensgemeinschaften und in anderen Formen des Gott-geweihten Lebens auf so vielfältige Weise in der Nachfolge Jesu stehen. Dankend denken wir auch an die Frauen und Männer, die hauptamtlich und ehrenamtlich, liebevoll und aufopfernd, ihren Dienst in unseren Pfarren tun. Sie zeigen damit, dass wir alle diesen Ruf Jesu verwirklichen können.

Ich schließe meine Gedanken mit einem Gebet: Herr, du hast uns zum Dienst in Deiner Kirche berufen, um Zeugen Deines Wortes und Deiner Liebe zu sein. Gib uns Deinen Geist für die Begegnung mit Menschen. Mache uns fähig, miteinander zu helfen und zu lieben. Amen.

Dr. Isaak Padinjarekuttu

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Kein Leben ohne Wandlung

Danke der Kirche Bunt für den Beitrag!

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1. MAI hl. Josef der Arbeiter

1. Mai hl. Josef der Arbeiter

Predigtgedanken von + P. Josef Schmitz SVD

Die Kirche der Arbeiter…

Wenn es Gottes Wille gewesen wäre, dass Jesus als Sohn des Hohenpriesters oder als Königssohn auf die Welt gekommen wäre, dann wäre das so geschehen. Dass er der Sohn des Zimmermanns war, muss wohl in Gottes Plan einen Sinn haben.

Und so hat nicht nur Josef der Arbeiter einen wichtigen Platz, eine wichtige Aufgabe in der Kirche, sondern jede/r Lehrling, jede/r Angestellte, jede/r Handwerker/in, jede/r Rentner/in, ja auch jeder Flüchtling und jede/r Asylsuchende.

Josef Chardijn, der Gründer der Weltbewegung CAJ sagt:

„Jeder junge Arbeiter und jede junge Arbeiterin ist mehr wert als alles Gold der Welt.“ „Eine Kirche ohne Arbeiter ist nicht Kirche Christi.“ „Ihr seid keine Maschinen, keine Sklaven, keine Arbeitstiere, sondern Kinder Gottes.“

Es ist schade, dass die hervorragende Lehren der Päpste

von Leo XIII. bis heute zu den sozialen Fragen und Problemen den allermeisten Katholiken unbekannt sind, dass viele Aussagen daher nur Papier geblieben sind, anstatt das soziale Leben zu erneuern! Schade ist ebenfalls, dass der heutige Gedenktag in den Pfarren so wenig Anerkennung findet!

Und eben diesen Gedenktag können und dürfen wir nur begehen, wenn wir ernsthaft versuchen, zwischen Kirche und Arbeitnehmerschaft Brücken zu bauen. Da gibt es noch viel ‚Handlungsbedarf‘ wie man das heute ausdrückt.   

Auf Youtube gibt es auch eine gestaltete Messe anlässlich

„30. April -dem Tag der Arbeitslosen – und dem 1. Mai dem Tag der Arbeit- “ (vom Arbeitslosenfonds der Diözese St. Pölten), näheres dazu auf der Homepage der KAB unter https://.kab.dsp.at

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Impuls zum 3. Sonntag in der Osterzeit „Im Davonlaufen begleitet“

Im Davonlaufen begleitet

Es ist zum Davonlaufen! Diesen Spruch haben bestimmt viele von Ihnen schon öfter auf der Zunge oder im Herzen gehabt: Es ist doch wirklich zum Davonlaufen! Dass etwas nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle. Dass ich mich im Moment nicht wie sonst mit Menschen treffen darf, die mir wichtig sind. Dass ich meine Eltern oder Großeltern im Pflegeheim nicht besuchen darf, obwohl es uns beiden so gut täte. Dass Nähe nur irgendwie auf Distanz möglich ist. Dass mein Arbeitsplatz bedroht ist. Die Liste ließe sich in dieser Corona-Krise lange fortsetzen.

Es ist zum Davonlaufen! Das mögen auch die beiden Jünger gedacht haben, als sie sich am Ostertag auf den Weg gemacht haben. Bloß weg aus Jerusalem! Raus aus dem Ort der Katastrophe, nur irgendwie Abstand gewinnen, in der Hoffnung, dass sich im Gehen und im Reden manches klärt.

Ich kann mir richtig vorstellen, wie die beiden unterwegs sind. Wie mit Scheuklappen, ins Gespräch vertieft, mit schnellen Schritten, fast wie auf der Flucht.

Und dann kommt ein Dritter hinzu. Ich weiß nicht, ob sich die Jünger darüber gefreut haben. Wenn ich in ein ernstes Gespräch vertieft und eh schon völlig durcheinander bin, dann ist mir das unangenehm, wenn ein Fremder dazukommt, weil ich mich gestört fühle. Aber der Fremde stellt die richtigen Fragen. Zurückhaltend und behutsam. Und er hört zu. Die Jünger erzählen, wer Jesus für sie war, was sie mit ihm erlebt haben und wie ihre Hoffnung, die sie auf ihn gesetzt hatten, mit ihm am Karfreitag gestorben ist. Und seit dem Morgen neues Durcheinander: Das Grab ist leer, der Leichnam weg, und die Frauen erzählen irgendwas von Engeln und Auferstehung. Kann man ihnen glauben oder ist das nur Geschwätz? Schließlich haben sie Jesus selbst ja nicht gesehen! Vielleicht ist für die Jünger auch diese Ungewissheit zum Davonlaufen!

Aber Jesus erklärt ihnen ganz geduldig noch einmal, was sie eigentlich schon wissen, aber noch nicht glauben können. Er richtet ihre trägen Herzen auf und sie spüren: Dieser Fremde tut uns gut. Wie schön wäre es, wenn er noch bei uns bliebe. Sie essen miteinander. Und im Lobpreis und im Brotbrechen gehen ihnen die Augen auf und sie erkennen, wer die ganze Zeit mit ihnen unterwegs war: Der auferstandene Herr.

Dieses Erkennen dauert nur einen Augenblick. Und so wie Maria Magdalena den Auferstandenen nicht festhalten kann, so entzieht sich auch Jesus wieder. Aber das scheint nicht mehr wichtig zu sein: Die Jünger sind dem Auferstandenen begegnet, und das genügt. Sie sind neu in Bewegung gekommen, auch in ihrem Herzen, und mit dieser Lebendigkeit machen sie sich auf den Heimweg. Und sie erkennen auch: in unserem Davonlaufen war er dabei.

Liebe Schwestern und Brüder,

ja, manchmal ist das Leben zum Davonlaufen! Manchmal möchte oder kann ich nicht rechts und links schauen und bin gefangen in dem, was mich beschäftigt. Aber die Emmausgeschichte schenkt mir Hoffnung: Bestimmt geht unerkannt schon einer mit. Einer, der auch auf Wegen bei mir bleibt, die planlos erscheinen mögen. Einer, der mich erzählen lässt, was gerade so zum Davonlaufen ist. Einer, der zuhören kann. Einer, der die richtigen Fragen stellt. Einer, der geduldig noch einmal erklärt, was ich vielleicht im Kopf schon weiß und im Herzen im Normalfall auch glaube, was sich jetzt in der Krise aber noch einmal neu als glaub-würdig erweisen muss. Einer, der mein Herz neu in Bewegung bringt. Einer, der sich zu erkennen gibt in kleinen Zeichen. Das genügt.

Um die Emmausgeschichte „nachklingen“ zu lassen, um nachzuspüren wo er in unseren eigenen Dunkelheiten und Schwierigkeiten des Lebens mit uns geht, wo er uns begleitet, er „bei uns“ ist auch wenn wir davonlaufen und unser Herz zum Brennen bringt und zugleich als (Abend-) Gebet um den für Sie ganz persönlich immer wieder spürbaren Beistand kann dieses Lied ein Impuls sein:

„1. Bleib bei uns, Herr, die Sonne gehet nieder,

in dieser Nacht sei du uns Trost und Licht.

Bleib bei uns, Herr, du Hoffnung, Weg und Leben.

Lass du uns nicht allein, Herr Jesu Christ.

2. Bleib bei uns, Herr, der Abend kehret wieder,

ein Tag voll Müh und Plag hat sich geneigt.

Bleib bei uns, Herr, die Nacht senkt sich hernieder.

Lass leuchten über uns dein Angesicht.

3. Bleib bei uns, Herr, im Dunkel unsrer Sorgen.

Du bist das Licht, das niemals mehr erlischt.

Bleib bei uns, Herr, bei dir sind wir geborgen.

Führ uns durch Dunkel, bis der Tag anbricht.“

(Gotteslob Nr. 94; Text: 1. Str.: Franz – Josef Rahe, 2. u. 3. Str.: Paul Ringseisen,

  M u. S: William Henry Monk 1861).

Gesang und Klavierbegleitung: Pfarrer Michael Maas, Erzdiözese Freiburg im Breisgau
Impuls gestaltet von MMag.a Bernadette Schwarz,
Kandidatin der Marienschwestern vom Karmel, Klein – Erla
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Wo ist Gott gerade jetzt?

Danke der Kirche Bunt für den Beitrag!