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Herzlich willkommen Melanie Templ!

Grüß Gott!

Mein Name ist Melanie Templ und ich bin seit 1. September 2020 im Pfarrverband Enns-Donau-Winkel als Pastoralhelferin tätig. Mein Büro ist in der Pfarre Langenhart zu finden. Ich bin 26 Jahre alt und komme aus Schiedlberg in Oberösterreich. Zuvor habe ich vier Jahre als hauptamtliche Jugendleiterin in der Diözese gearbeitet.

Die Arbeit mit den Jugendlichen macht mir sehr viel Spaß, weshalb ich im Pfarrverband auch den Schwerpunkt auf die Jugend setzen möchte. Ich finde es schön, den Jugendlichen beim Wachsen zuzusehen und sie ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten zu können. Man lernt dabei so viele unterschiedliche Menschen kennen, von denen man auch selbst einiges lernen kann.

In meiner Freizeit treffe ich mich gerne mit Freunden, lese ein gutes Buch oder gehe mit meinem Hund in die Natur. Ich freue mich auf eine schöne und lehrreiche Zeit und hoffe, wir sehen uns bald!

Zu erreichen bin ich von Dienstag bis Samstag unter:

Telefon: 0676/826615378 oder

E-Mail: m.templ@kirche.at

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Jesus-Brot des Lebens

Heute am 6.Sept 2020 um 10:00 Uhr, 6 Monate verspätet, stellten die Erstkommunionkinder sich und ihr Motto der Pfarre vor. Unterstützt von einer Musikgruppe rund um Gerti Lischka feierten sie einen sehr stimmungsvollen, beinahe „normalen“ Gottesdienst, trotz Abstand! In der Predigt von Pfarrer i.R. Johann Zarl ging es diesmal unter anderem um einen Beipackzettel und alles was man herauslesen (oder hineininterpretieren) kann…wie wir es von ihm gewohnt sind: Einfach zum Nachdenken! Die Erstkommunionkinder verteilten Kärtchen an die Besucher mit der Bitte sie mit einem Gebet zu unterstützen.

Die Erstkommunion findet am 27. September um 10 Uhr in der Stadtpfarrkirche statt. Bitte haben Sie Verständnis, dass NUR geladene Besucher (Eltern, Geschwister) teilnehmen können!

Danke Renate Steffelbauer für die Fotos!

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Heilige und Sünder

Heilige und Sünder

23. Sonntag im Jahreskreis

Vor einigen Wochen haben wir das Fest unseres Diözesanpatrons Hippolyt von Rom gefeiert. Er war der erste „Gegenpapst“ in der Kirchengeschichte. Trotzdem verehrt die Kirche ihn als einen Heiligen. Der Grund dafür ist, dass er sich später mit dem amtierenden Papst versöhnte und beide als Märtyrer starben. Der Grund der Streitigkeit war die Bußpraxis in der römischen Gemeinde. In manchen Gemeinden gab es eine strenge Bußpraxis, aber Rom war in dieser Hinsicht von Anfang an etwas nachsichtig. Hippolyt war dem konservativen Flügel zuzuordnen. Er hatte Anhänger, und sie machten ihn zu ihrem Führer und zum Gegenpapst.

Papst Franziskus wird nie müde zu sagen, dass die Kirche keine Gemeinschaft der Vollkommenen ist, dass sie voller Menschen ist, die erkennen, dass sie Sünder sind. Aber in der Geschichte der Kirche gab es immer wieder Bewegungen, die die Kirche zu einer Gesellschaft der „Heiligen“ und „Vollkommenen“ machen wollten und andere als Sünder ausschlossen. Wir haben also Bewegungen wie Montanismus, Novatianismus, Priscillianismus, Donatismus und viele andere, die von engagierten Christen angeführt wurden. Sie haben eine rigoristische Position in Bezug auf die christliche Moral eingenommen und wollten keine Schwächung ihrer Standards. Solche Gruppen entstanden auch in den späteren Jahrhunderten des Christentums, und die Tendenz gibt es auch heute. Sie behaupteten, dass sie dem Ideal der frühchristlichen Gemeinschaft folgten, die als exklusive Gemeinschaft lebte und auf das zweite Kommen Christi wartete. Der heilige Augustinus gab das beste theologische Argument gegen diejenigen, die die Kirche als die Gemeinschaft der Vollkommenen betrachteten und die Sünder ausschlossen. Er sagte, dass das wahre Zeichen der Kirche nicht Heiligkeit, sondern Liebe sei und dass diejenigen, die die Kirche in Sünder und Heilige aufteilten, nicht ihre Heiligkeit zeigten, sondern ihre Lieblosigkeit. Er hat ja selbst die Erfahrung gemacht, was es heißt, ein Sünder zu sein.

Im heutigen Evangelium ist von einer der frühesten christlichen Gemeinden die Rede, in der es Menschen gibt, die Sünden begangen haben. Aber wie geht die Gemeinde damit um? Mit Nachsicht und Geduld. Der Ton ist positiv, unvoreingenommen und sachlich. Der Betreffende wird nicht mit dem Wort ‚Sünder‘ bezeichnet, sondern als ‚Bruder‘. Zuerst ist ein Gespräch unter vier Augen zu führen, dann sollen ein paar Zeugen hinzugezogen werden und dann die ganze Gemeinde. Und auch wenn dieser Versuch fehlschlägt, soll man den Betreffenden in Ruhe lassen. Von Verurteilung und Verdammung ist keine Rede. Die Freiheit des Einzelnen, der sich nicht mehr als dazugehörig versteht, ist zu respektieren. 

Die Kirche braucht, wie jede Institution, Ordnung, Disziplin und Regeln, um das Leben ihrer Mitglieder zu regeln. Aber die Kirche ist mehr als eine soziale Organisation. Es geht nicht nur um gutes Verhalten, sondern um die Realität der Sünde / des Bösen selbst. Wir müssen zugeben, dass die Einstellung zur Sünde in der Kirche immer ein Problem war. Einst drangsalierten Seelsorger die Katholiken mit Sündenpredigten und stürzten sie in Höllenangst, besonders, wenn es um Sexuelles ging. Die kirchlich erzeugten Neurosen haben ganze Generationen geplagt und viele aus der Glaubensgemeinschaft vertrieben. Andererseits kann aber niemand leugnen, dass es die Sünde analog zu das Böse gibt. Die Realität des Bösen sollte nicht leicht genommen werden. Es ist ein Teil von uns. Der heilige Paulus sagt im Römerbrief: „Das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das vollbringe ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der es bewirkt, sondern die in mir wohnende Sünde“ (Röm 7,18b-21). Aber wir leben in einer Zeit, in der dieses Bewusstsein praktisch verschwunden ist. Oder wir unterdrücken es, und wenn es in unserem Leben ausbricht, versuchen wir, die Schuld woanders zu sehen, und dabei trennen wir uns von anderen. Es gibt Arroganz und sogar Verachtung gegenüber anderen in diesem Verhalten. Und damit sind wir bereits Teil des Netzwerks des Bösen in der Welt.  

Dieses Verhalten hat einen Namen: „Unschuldswahn“. Es braucht schon gehörige Willensstärke, zu dem zu stehen, was ich selbst Unrechtes getan und verbrochen, worin ich selbst versagt habe, nicht ein anderer. Die Seelsorge hat sich auch dem Weichspülen angepasst, indem sie es möglichst vermeidet, individuelle, subjektive Sünde noch als solche zu benennen, um vielleicht nicht auch die Letzten zu verprellen. Man meint es der Gesellschaft schuldig zu sein, nur das Gefällige, Allerweltliche, Naheliegende zu sagen, und dem Kulturbetrieb nichts Irritierendes zuzumuten. Daher ist es wichtig, über Sünde, Umkehr, Versöhnung, Bekehrung usw. als Teil einer sinnvollen Seelsorge zu reden, aber das bedeutet nicht, dass wir die Menschen einschüchtern, was nur negative Auswirkungen haben wird. Die Matthäusgemeinde hat uns etwas zu sagen.

Dr. Isaac Padinjarekuttu

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Gedanken zum 22. Sonntag im Jahreskreis

22. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A, 2020

Lesung: Jer 20,7-9

2. Lesung: Röm 12,1-2

Ev: Mt 16,21-27

Diese Woche beginnt wieder der Monat September. Der September hat etwas von Jahreswechsel an sich: Vieles beginnt wieder ganz neu!

Das Leben im Kindergarten, in der Schule oder für andere der Einstieg auch in das Berufsleben. Auch im kirchlichen Bereich startet wieder vieles neu.

Neu ist für alle, dass wir uns auch mit Ampeln beschäftigen (müssen). Sie wissen schon: Die Corona-Ampel.

Und je nach Einstellung insgesamt zur derzeitigen Krise, wird wohl vom einzelnen mehr oder weniger sorgsam auf diese Ampel geschaut werden: Die Ampel, die uns dann sagt, was dann erlaubt ist oder auch verboten in den verschiedenen Regionen. Es wird wohl wieder viel Information notwendig sein, damit alle verstehen was die Ampel-Farben bedeuten. 

Ampeln in der Kirche hat es freilich schon lange vor der Corona-Ampel und den Verkehrsampeln gegeben. Die Lichter vor Gnadenbildern, besonderen Orten, auch vor dem Tabernakel, wo die Eucharistie aufbewahrt wird, werden auch Ampeln genannt.

Es kommt vor, dass heute diese Ampeln in ihrer Bedeutung in der Kirche nicht mehr verstanden werden, sodass dass Besucher (außerhalb des Gottesdienstes) der Kirche das Licht der Ampel ausblasen, weil sie meinen, da hat jemand vergessen, das Licht auszumachen. Die Ampeln erinnern vor Tabernakel bleibende Anwesenheit Christi, seine Gegenwart. Das rote Licht, heißt dann nicht „Stopp!“, sondern „Komm!“

Die Lichter erinnern an die Erzählung Mose vor brennenden Dornbusch (Ex 3,1-5):  Hier ist „heiliger Boden“ Lichter erinnern: „Komm und anbete! Komm in meine Gegenwart! -In Gottes Gegenwart.“ „Komm in meine Gegenwart“.  Dieses Wort lässt sich über die ganze Hl. Schrift stellen wie eine Überschrift.

– Auch über die heutigen Schriftstellen. Noch im engeren Sinn geht es heute darin um Nachfolge: Nachfolge Jesu.

– Dazu habe ich einen Ohrwurm schon seit einigen Tagen im Kopf. – Auch auf die Gefahr hin, dass der Ohrwurm jetzt auf sie übergeht, werde ich jetzt doch nennen, weil er mir einen wichtigen Zugang zu den heutigen Schriftstellen eröffnet. Udo Jürgens (1934-2014) hat viele Songs verfasst, die heute als Schlager gelten. In seinem Song ich wünsche dir  „Liebe ohne Leiden, eine Hand die deine hält“  (1984),  trifft Udo Jürgens wie in vielen anderen seiner Liedern, etwas Besonderes, was viele berührt:

Ist das auch ihre eigene Erfahrung? Liebe ohne Leiden?

Ich kann Udo Jürgens nicht mehr fragen, was heißt für dich: „Liebe?“ und was „Leiden?“. Ja, es sind große Fragen: Und was antworten sie selber?

Ist ihnen auch schon einmal in unserer Sprache der Zusammenhang von „Liebe und Leiden“ aufgefallen? Wir sagen doch: Ich mag dich gut leiden“, womit wir doch ausdrücken, dass wir jemanden sehr lieben.

– Da ist jetzt auch der Bogen zur 1. Lesung: Der Prophet Jeremia leidet an Gott: Jeremia wird zum Bild für die Wechselbäder in der Gottesbeziehung: Er liebt Gott und  leidet an ihm. „Liebe ohne Leiden“? – nicht bei Jeremia.

– Petrus antwortet auf die Leidensankündigung Jesu: „Das möge Gott verhüten“: Letztlich wünscht Petrus Jesus auch eine „Liebe ohne Leiden“.

Die Antwort Jesu auf Petrus darauf ist sehr heftig und rüttelt immer wieder neu auf:

Er nennt ihn „Satan“ – Nicht weil Jesus das Leiden sucht oder darin verliebt wäre, sondern weil er mit seinem Leben dafür einsteht, dass die Liebe stärker ist als alles, selbst der Tod.

Also nicht Liebe ohne Leiden, sondern: Eine Liebe, die sich bewährt und vollendet wird, da sie durch das Leiden hindurchgeht. Somit eine Richtung, eine Lebenshaltung vorgegeben für alle in der Nachfolge Jesu.

„Der Vater unseres Herrn Jesus Christus, erleuchte die Augen unseres Herzens, damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.“ (Ruf vor dem Evangelium zum 22.Sonntag)

Ja, Herr, öffne die Augen des Herzens, dass wir die Ampeln im unserem Leben sehen, die auf „Grün“ sind, Ampeln die einladen zu kommen: Ampeln im Gottesdienst, im Gebet, in den Ereignissen des Alltags, in den Begegnungen, denn alles kann zum „heiligen Boden“ (Ex 3,1-5) werden, wo Gott uns begegnet. Amen

Ihr Moderator Pfarrer Mag. Herbert Reisinger

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„Mimi“ ist 90!

Maria (Mimi) Feiglstorfer feiert ihren 90er.

Eine St. Valentiner Institution feierte gestern Geburtstag! „Mimi“, wie sie liebevoll von allen genannt wird, feierte im Kreise zahlreicher Gratulanten, gemeinsam mit ihres Bruders Abt Gotthard Schafellner, Pfarrer i.R Johann Zarl und Diakon Manuel die Hl.Messe. Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom Chor der Pfarre, der als besonderen Geburtagsständchen einige Strophen des „Valentin-Liedes“ mit einem persönlichen Text für Mimi versah! Anschließend erhielt sie von der Diözese St.Pölten, für ihre jahrelangen Dienste in der Pfarre den Hyppoliyt-Orden in Silber! Nach den Glückwünschen des Pfarrgemeinderates bedankte sich die Jubilarin persönlich bei allen die ihr in den letzten Jahrzehnten hilfreich zur Seite gestanden sind.

Liebe Mimi, bleib so wie du bist! Gott möge dir noch viele gesunde Jahre schenken!

Danke Hanspeter Lechner für die Fotos!

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Gedanken zum 21. Sonntag im Jahreskreis

Diakon Manuel Sattelberger

Sonntagsgedanken zum 21. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

EV: Mt 16,13-20 – Ich werde dir die Schlüssel zum Himmelreich geben!

Ein Schlüssel ermöglicht Zugang! Ein Schlüssel öffnet Türen und Tore! Den Schlüssel zu verlieren, fürchtet jeder! Einen Schlüssel von jemandem Anderen zu haben, bedeutet (großes) Vertrauen zu genießen!

            Im Evangelium hören wir auch von einer ganz besonderen „Schlüssel-Person“! Jesus übergibt dem ersten seiner Apostel, dem Petrus, die Schlüssel zum Himmel! Welch‘ großes Geschenk, welch‘ großes Vertrauen, dass Jesus da in die Person des Simon-Petrus, einfacher Fischer vom See Genezareth, legt!

            Wie sollen wir die Bibelstellen verstehen? Was möchten Sie uns sagen?

Das Evangelium kreist um die große Frage, die seit der Geburt Jesu, jeden Menschen, sei er gläubig oder nicht, beschäftigt: WER ist Jesus WIRKLICH?

Wir dürfen ruhig heraushören, dass sich auch die Menschen zu biblischer Zeit und wohl auch die ersten Jünger und Apostel, ja dass sich das Volk nicht im Klaren war, WER dieser Zimmermannssohn im Innersten, WER er wirklich ist!

            Ist er der Sohn Gottes? „Er ist doch der Sohn des Zimmermanns Josef?“, heißt es an anderer Stelle. Ist Jesus ein weiterer Prophet, selbstverständlich geachtet, oder ist der doch der sehnsüchtig erwartete Messias, sprich der Retter der Welt? Fragen über Fragen!

            Fragen, die auch uns heute nicht kalt lassen dürfen! Denn an dieser Frage scheiden sich, nicht nur sprichwörtlich, die Geister!

Auf die Rückfrage Jesu, für WEN sie ihn halten, antworten sie klar und deutlich: „Jesus, du BIST der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“

            Ich glaube, dass genau darin der Schlüssel zum Verständnis dieser Bibelstelle liegt, denn jeder Mensch, von den Aposteln, den ersten Jüngern bis zu jeden einzelnen von uns heute, hier in der Kirche, oder auch nicht, entscheidet sich alles, WER Jesus für uns ganz persönlich ist!

            Ich kann diese Frage nicht für euch beantworten! Jeder muss, jeder darf sie in seinem Herzen, aus freien Stücken, Stellung beziehen!

Für mich ganz persönlich, ist die große Petrus-Statue beim Kreisverkehr vor St. Peter, eine immerwährende Anfrage: IST JESUS (für dich Manuel) DIE SCHLÜSSEL-PERSON GOTTES? Ist ER es, der mir den Himmel, die Liebe und Barmherzigkeit Gottes er-schließt? Öffnet mir die Beziehung zu Jesus den Himmel?

„Der einzige Schlüssel“
Die Liebe ist der einzige Schlüssel, der zu den Türen des Paradieses passt.
Es liegt ein Stückchen Paradies in jedem Lächeln, in jedem guten Wort,
in der Zuneigung, die du verschenkst. Es liegt ein Stückchen Paradies in jedem Herzen, das für einen Unglücklichen zum rettenden Hafen wird, in jedem Zuhause mit Brot und Wein und mit menschlicher Wärme. Es liegt ein Stückchen Paradies in jeder Oase, wo Liebe blüht und Menschen Mensch geworden sind, füreinander Brüder und Schwestern. Gott hat seine Liebe in deine Hände gelegt wie einen Schlüssel zum Paradies. Amen.

Gebet: Phil Bosmans – (1922 – 2012), belgischer Ordenspriester

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Himmel „übersiedelte“ ins Stadtmuseum

Wie viele wissen, war die Restaurierung unseres alten, neugotischen Fronleichnam-Himmel nicht mehr möglich! Er wurde von allen Schädlingen befreit und gut konserviert. Benutzbar, einsatzfähig ist er leider nicht mehr, bei der Fronleichnamsmesse 2020, Corona bedingt am Kirchenplatz, wurde der neu angeschaffte Himmel feierlich gesegnet. Der „alte“ Himmel hat nun einen würdigen „Altersitz“ im Stadtmuseum von St. Valentin gefunden! Ein großes Danke an unseren Pfarrkirchenrat Franz Huber für seine Initiative um einen neuen Prozessionshimmel und die gute Lösung mit der Übersiedlung des alten Baldachin in das Museum unserer Stadt! Danke auch an die Verantwortlichen des Stadtmuseums St. Valentin!

Foto: Karoline und Franz Huber, Pfarrer i.R. Johann Zarl

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Schritte der Hoffnung

Schritte der Hoffnung
Wir erleben gerade eine sehr herausfordernde Zeit. Verunsicherung, Änderungen und die Hoffnung auf eine gute Zukunft bewegen uns derzeit. Mit den „Schritten der Hoffnung“ möchte das Caritas Team einladen innezuhalten, Kraft zu schöpfen, Danke zu sagen und den Blick wieder in die Zukunft zu richten.
Verschiedene Stationen in der Kirche bieten die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Hoffnung auseinanderzusetzen. Dazu gibt es einen „Reiseführer“ für einen Rundgang zu den Stationen.
Nutzen Sie die Gelegenheit und gehen Sie gestärkt und mit Hoffnung zurück in Ihren Alltag.
Ab Sonntag 16.8. gibt es in unserer Kirche dazu die Möglichkeit. Die „Schritte der Hoffnung“ finden in unserem ganzen Pfarrverband statt. Vielleicht bietet dieses Projekt ja auch eine Gelegenheit für einen Besuch in einer der anderen Kirchen unseres Pfarrverbandes.

Danke Renate Steffelbauer für die Fotos

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Mariä Himmelfahrt – Kräuterweihe der Goldhaubenfrauen

Danke Renate Steffelbauer für die Fotos

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„Es ist nicht recht das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen“

20. Sonntag im Jahreskreis: A 16.8.2020

Das heutige Sonntagsevangelium ist eine echte Herausforderung. So kennen wir doch Jesus nicht! Sein Wort: „Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen“ tut sogar uns heute als Zuhörer weh.

Nicht einmal die Bitte der Jünger: „Herr, befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her“, nützt etwas. Warum wohl?

Jesus möchte an Hand der kanaanäischen Frau den Glauben seiner Jünger hinterfragen. Und damit sind wir bei uns selber, bei dem, was dieses Evangelium dir und mir sagen möchte. Dazu zur Verdeutlichung:

Der Schriftsteller Kurt Martin Magiera hat in seinen Erzählungen eine Figur geschaffen, – er nennt sie Herr Zett – dessen überraschenden Einfälle mich beim Lesen faszinieren haben.

Einmal hat er etwas ganz Verrücktes getan: Herr ZETT brachte eines Tages einen Koffer voll kleiner Hämmer mit in die Kirche, wo er sie kostenlos anstatt der üblichen Kerzen verteilte. „Zum Abklopfen der Fassade!“ klärte er die Neugierigen auf.

Eine Provokation, aber eine heilsame. Herr ZETT stellt mich vor die Frage: Ist mein Glaube echt? Hält der Inhalt meines Glaubensgebäudes, was die Fassade verspricht? Sind die Worte, die ich im Gottesdienst höre oder spreche, durch meine Überzeugungen und Taten gedeckt? Er gibt keine Anweisungen, was ich im Einzelnen tun soll. Er sagt nur: Prüfe einmal, ob du das, was du sagst, auch wirklich meinst. Ob hinter den großen Worten wie Gemeinschaft, Dienst, Nächstenliebe oder Teilen auch eine Lebenspraxis steht:

Die Fassade der kanaanäischen Frau hat den Schlägen Jesu standgehalten und Jesus ist überwältigt von ihrem großen Glauben.

Das heutige Evangelium lädt uns im Blick auf die heidnische Frau und ihren Glauben ein, wieder einmal die Fassade unseres Lebens- und Glaubensgebäudes abzuklopfen. Vielleicht muss manches abbröckeln, was hohl und leer geworden ist. Es kann mir aber auch wieder einmal deutlich machen, und dafür darf ich dankbar sein, wie viel Gutes hinter meiner Fassade steckt. Vielleicht lässt mich so ein Blick hinter die Fassade wieder einmal entdecken: Wie viel Gutes ist auch mir in die Hand gegeben oder konnte ich selbst erreichen. Vielleicht gilt das Wort Jesu auch mir: Dein Glaube ist groß!

Dann kann vielleicht auch von mir Heil ausgehen, wenn ich mein Herz öffne für die Menschen in Not. Gelegenheit dazu ist heute, wenn in den Kirchen bei der Augustsammlung für die Ärmsten der Armen in Afrika gesammelt wird, die auf die Brotreste warten, die vom Tisch unserer Wohlstandsländer fallen.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegneten Sonntag!

Pfarrer in R. Johann Zarl