Pfarrverband

Logo: „frau kati“ Regele, St. Valentin

Eine Mitteilung der Diözese St. Pölten:

Die Pfarren St. Valentin, Langenhart, Erla, St. Pantaleon und Ernsthofen werden ab 1.September 2019 – nach Absprache und im Einvernehmen mit den jeweiligen PGR-Obm.Stellvertretern einen Pfarrverband ad experimentum einmal für ein Jahr bilden.

Die Leitung des Pfarrverbandes übernimmt – nach einem Gespräch mit GV Mag. Eduard Gruber und nachdem er auch zugesagt hat, Mag. Herbert Reisinger, Moderator in Langenhart. Seitens der Diözese ist eine priesterliche Unterstützung zugesichert worden. Wer das sein wird, ist noch nicht fixiert und wird, sobald es feststeht, bekannt gegeben.

In unserer Pfarre bleibt Diakon Dipl. PAss. Manuel Sattelberger und Pfarrer Msgr. Johann Zarl wird auch gerne mithelfen, wo er gebraucht wird.

Durch die „Zusammenlegung“ von 5 Pfarren entstehen selbstverständlich auch andere/neue Gottesdienstzeiten! Wir bitten alle Pfarrangehörigen die neuen Zeiten wohlwollend anzunehmen, das Koordinierungsteam hat sich sehr um eine gute Lösung für alle Pfarren und Gottesdienstorte bemüht!

Für die Pfarre St. Valentin bedeutet das ab 1.9.2019 folgende Ordnung: MITTWOCH: 18:00 Uhr Rosenkranzgebet und 18:30 Uhr Abendmesse FREITAG: 6:30 Uhr Rosenkranzgebet und 7:00 Uhr Frühmesse (Ferien: 8 Uhr) SONNTAG-FEIERTAG: 8:30 Uhr und 10:00 Uhr Heilige Messe (bzw. Wortgottesfeier mit Kommunionspendung)

Pfarrer Zarl, Bischofsvikar Schrittwieser (+), Moderator Reisinger, Diakon Sattelberger

Pfarrverband! – und jetzt?

Veränderungen und Aufbrüche begleiten unser Leben. Tagtäglich brechen wir auf, lassen Dinge zurück – und sei es nur das kuschelige Bett in der Früh. Manche Veränderungen sind unspektakulär, wohingegen andere einschneidende Wendepunkte darstellen, die Mut und ein Umdenken erfordern.  

Mit 1. September 2019 stehen die fünf Pfarren Erla. St. Pantaleon, St. Valentin, Ernsthofen und Langenhart vor einer großen Veränderung. Mit Beginn dieses Arbeitsjahres bilden diese einen Pfarrverband. Die Leitung übernimmt Moderator Mag. Herbert Reisinger. Dr. Isaac Padinjarekuttu (Indien) wird ihm dabei für ein Jahr als priesterliche Unterstützung zur Seite stehen. Pfarrer Zarl und Pfarrer Geiblinger werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten als Aushilfen fungieren. Diakon und Pastoralassistent Manuel Sattelberger wird wie bisher in der Pfarre St. Valentin sowie als Religionslehrer tätig sein und punktuell den einen oder anderen Dienst im Pfarrverband übernehmen. Fr. Eva Miemelauer wird zusätzlich die Agenden des Pfarrverbandssekretariats verwalten.

Diese strukturelle Veränderung stellt einen markanten Einschnitt für alle fünf Pfarren dar und wirkt sich mehr oder weniger auf das pfarrliche Leben aus. Manches wird in Zukunft anders zu gestalten sein. Nicht, weil das bisher Praktizierte „nicht korrekt“ oder „veraltet“ ist/war, sondern weil es –  bedingt durch die neue Situation, z.B. aufgrund der personellen und zeitlichen Ressourcen, in der jetzigen Form nicht mehr weiterzuführen bzw. aufrechtzuerhalten sein wird.

Durch die neue Situation verändern sich Gewohnheiten. Es heißt flexibler sein. Die Eigenständigkeit jeder Pfarre bleibt zwar gewahrt und doch heißt es nun verstärkt verbandlich bzw. vernetzt – über den eigenen Kirchturm hinaus – denken. Schlagend wird dies vorwiegend in puncto Versorgungsdenken.Der zuständige Pfarrer kann sich nicht „teilen“ bzw. überall gleichzeitig vor Ort sein. Hier ist ein Umdenken notwendig, Rücksichtnahme und Verständnis gefragt. Die Grundsatzfrage wird lauten: Was ist ohne das Beisein eines Priesters bzw. Hauptamtlichen machbar? Was können/müssen wir selbst tun?

Hinzu kommt die Frage nach der Neuorganisation diverser Dienste, die früher ein Pfarrer (und nicht selten die Pfarrhaushälterin) in der Pfarrgemeinde innehatten und ausgefüllt haben. Dabei liegt die Verantwortung verstärkt in den Händen der Pfarrgemeinde und aller Getauften. Das fordert aufs Erste sicher heraus. Die Suche nach geeigneten Personen (über den üblichen Insiderkreis hinaus) bzw. die Motivation zur Mitarbeit im Pfarrleben braucht Zeit und Geduld. Klar umrissene Aufgabenfelder und der Anreiz, zu zweit oder in einem Team werkeln zu können, können hier gute Impulse sein.

Die Zusammenarbeit im Pfarrverband muss eingeübt und gelernt werden! Absprachen sind notwendig. Kommunikation, Kompromissbereitschaft und das Einlassen auf die neue Situation sind erste wichtige Schritte für das Miteinander. In der Kooperation liegen auch Chancen. So können etwa im Pfarrverband Fähigkeiten und Kräfte wirksam gebündelt werden und dadurch Dinge in größerem Rahmen entstehen, die im kleineren vielleicht unmöglich oder undenkbar gewesen wären.  

Bei den fünf Treffen mit den Hauptamtlichen und stellvertretenden PGR-Vorsitzenden wurden die notwendigen Rahmenbedingungen und Weichen für den Start und das Miteinander gestellt.

Nun heißt es: mutig und entschieden aufbrechen, aufeinander zugehen und sich gemeinsam als Pfarrverband auf den Weg machen. Im Wissen um ein gemeinsames Ziel und eine verbindende Mitte –  in Jesus Christus. Im Vertrauen darauf, dass Gott alle Wege mitgeht. Mit der Botschaft Jesu von der Liebe Gottes im Handgepäck. Die Strahlkraft und Lebendigkeit des Glaubens – im Kleinen wie im Großen – zum Leuchten, zur Entfaltung bringen … Kirche und Gesellschaft aktiv, menschenfreundlich und gottoffen mitgestalten … so dass das Pfarrleben vor Ort und im Pfarrverband jetzt und auch in Zukunft lebendig bleibt!

Gottes begleitende Nähe im Segen und einen guten Aufbruch wünscht Ihnen

Michaela E. Lugmaier, Regionalbegleitung Mostviertel West

Vorbereitungsteam des neuen Pfarrverbandes

Willkommen: Vorstellung des neuen Priesters in unserem Pfarrverband

Ich heiße Isaac Padinjarekuttu. Ich wurde 1956 in Kerala (Südindien) geboren und bin Priester der Diözese Kohima, in Nagaland, Nordostindien. Die Priesterweihe habe ich 1985 empfangen. Nach einer kurzen Seelsorgetätigkeit in der Diözese habe ich mit dem  Aufbaustudium in der Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen Frankfurt am Main, das ich 1993 mit der Promotion abschloss (Fachgebiet Kirchengeschichte), begonnen. Von 1994 bis 2006 war ich Professor für Kirchengeschichte an der päpstlichen Hochschule, Jnana Deepa Vidyapeeth, Pune, in Masharashtra, Westindien. Von 2006 bis 2011 war ich als Seelsorger in der Diözese tätig. Seit 2012 bin ich am Oriens Theological College, Priesterseminar der nordostindischen Bistümer in Shillong, Nordostindien, tätig.

Foto: Privat

Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste ist in der Kirche.

Sie werden antworten:

Die Messe.

Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste ist in der Messe.

Sie werden antworten:

Die Wandlung.

Sag hundert Katholiken, dass das Wichtigste in der Kirche die Wandlung ist.

Sie werden empört sein und sagen:

„Nein, alles soll bleiben wie es ist“!

Lothar Zenetti

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