Eine berührende (Kinder-)Fürbitte …

… am Erntedanksonntag trafen sich 14 BeterInnen zum Taizè-Gebet im St. Valentiner Meditationsraum. Seit Ostern steht in unserem Meditationsraum auch eine Tafel mit Kinderfürbitten die bei den Kinderbibeltagen entstanden ist. Eine Bitte möchte ich dir heute zeigen. Zu dem Bild muss und kann ich nichts mehr hinzufügen. Es „spricht“ selbst die Sprache der Hoffnung und des Vertrauens!

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Bitte lieber Gott. Tröste mich wenn von meiner Familie jemand stirbt!

Gott des Trostes, steh den Trauernden bei! Amen.

Aus dem Schulalltag geplaudert …

Da wir in St. Valentin am SO 7. Oktober unser großes Erntedankfest feiern, habe ich meine SchülerInnen in der Woche vorher auf dieses sehr wichtige (Lebens-) Thema eingestimmt. Die Kinder bekamen von mir den Autrag, sie sollen eine ganz persönliche „DANKE-SEITE“ in ihrem Religionsheft gestalten.

Beim durchlesen der Hefte bin ich bei einem Danke-Satz hängengeblieben. Da wurde für alles mögliche und unmögliche (Gott und den Menschen) gedankt, jedoch eine Satz war besonders merk-würig – im Sinne: Er ist würdig ihn sich zu merken!

Da stand in einem Heft: „Lieber Gott, ich danke dir das du den Menschen erschaffen hast, der dann den DVD-Recorder erfunden hat, denn ohne dieses Gerät wäre mir am Nachmittag oft fad!“

Abgesehen davon, dass dieser Bursche vielleicht zuviel für der „Glotze“ sitzt, so hat mich doch sein Dank für diesen Erfinder-Menschen imponiert! Ich glaube wenn wir in unser Leben schauen, dann werden wir Gott auch für viele Menschen die unser Leben begleiten oder begleitet haben danken!

Zum Erntedankfest danken wir Gott nicht nur für die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit, sondern sicher auch für die vielen Menschen die in unserem Leben einen wichtigen Platz einnehmen oder eingenommen haben!

Ich für meinen Teil, danke Gott für ganz viele verschiedene Menschen, die mein Leben sehr bereichert haben und immer wieder bereichern!

Danken und Denken sind Zwillingsschwestern, sie gehören zusammen, meint euer Pasti Manuel

Was arbeiten eigentlich die Engel im Himmel …

… diese Frage tauchte vor einigen Tagen im Religionsunterricht der 4. Klasse Volksschule auf.

Ich erzählte den Kindern von den Erzengeln Gabriel, Raphael und Michael, als kurzerhand ein tiefsinniges Gespräch über den Himmel begann

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Ein kleines Mädchen, dass sich eher selten zu Wort meldet zeigte auf uns piepste mit ihrer hellen Stimme: „Herr Lehrer Manuel, da gibts aber ein kleines Problem. Irgendwann ist nämlich einmal der Himmel voll, denn es kommen ja immer nur Leute hinein aber niemand mehr heraus. Irgendwann hat keiner mehr einen Platz!“ Ich konnte noch gar keine Antwort geben, sagte ein eher augeweckter Bub von der letzten Reihe in einem sehr coolen Tonfall: „Das mit dem Platz im Himmel ist kein Problem, denn jetzt weiß ich warum es Engel gibt. Die sind sicher dafür zuständig, das niemand herausfällt!“

Kinder-Theolgie: ich bin mir sicher, ein Funke Wahrheit steckt in dieser Aussage des coolen Typen von der letzten Reihe, meint euer Pasti Manuel

fest anhalten und einritzen in der Kirche …

Am 30. September feierte unsere Nachbarpfarre Langenhart das 50-jährige Pfarrjubiläum mit einer Festmesse. Zum Gottesdienst kam sogar Bischof Dr.Dr. Klaus Küng und feierte mit uns Eucharistie und hielt die Predigt.1) Bei der frei gehaltenenPredigt unseres Bischofs ist mir etwas aufgefallen: Bischof Klaus hat sich während der ganzen Ansprache fest am Ambo (=Redepult) angehalten, ja hat in oft fast umklammert. Bei diesem Anblick ist mir folgender Gedanke eingefallen: Das 2. Vatikanische Konzil spricht ja vom „Tisch des Wortes Gottes“ aus diesem Grund ist auch meistens der Ambo aus Stein so wie der Altar, als der Tisch des Mahles. Ja, habe ich mir gedacht, am Tisch des Wortes kann man/frau sich anhalten, unser Bischof hat es heute vorgemacht. Ich wünsche dir, dass du dich auch an den Worten der Bibel anhalten kannst wie unser Bischof Klaus bei seiner Festpredigt am Langenharter Ambo!

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2) Ich bin bei dieser Messe auf einem Platz gesessen bei dem auf der Gebetbuchablagefläche viele Wörter – eigentlich Namen – eingraviert waren. Die meistens sagen dazu „Sachbeschädigung“, ritzt man doch nicht mit einem Geldstück oder kleinem Messer Buchstaben in eine Kirchenbank. Ich möchte auch niemanden zu so einer „Tat“ motivieren, aber folgender Gedanke liegt mir am Herzen: Da konnte ich „Martin, Hans, Magdi“ – und noch viele andere – Namen oft schlecht aber doch entziffern. Ja, dachte ich mir – die Menschen haben anscheinend ein Bedürfnis sich hier in der Kirche zu verewigen – warum sonst ritzt man herum? Warum auch immer, eines darf uns als Christen u. Christinnen freuen, wir sind bei Gott eingeritzt – unsere Namen sind bei ihm verewigt, denn er hat unsere Namen in seine Hand geschrieben, heißt es in einem Bibelwort!

Ich wünsche dir, dass du dich am Wort Gottes anhalten kannst – fest anhalten, ja umklammern kannst und bei Gott sind unsere Namen – ja mehr noch wir als Menschen – eingeritzt und verzeichnet, freu dich mit mir, dein Pasti Manuel

Wenn das ZUWINKEN ein Gebet wird …

Vor einigen Tagen habe ich mich mit einer Arbeitskollegin getroffen, die in der Jugendpastoral engagiert ist. Sie erzählte mir von einer Autofahrt mit einem ihrer Jugendlichen. Bei dieser Autofahrt ist ihr aufgefallen, dass der junge Mann immer wenn die beiden an einem Marterl oder Wegkreuz vorbeigefahren sind, ein Kreuzzeichen machte. Meine Kollegin fügte hinzu: „Schön wenn man sich immer wieder neu (nach Gott) ausrichtet …“

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 Bei diesen Gedanken fällt mir auch ein persönliches Erlebnis aus meiner Zivildienstzeit ein. Meine Aufgabe war es mit einem VW-Bus am Morgen und am Nachmittag unsere Klienten abzuholen oder nach Hause zu bringen. Als ich einmal in den Rückspiegel schaute, fiel mir auf wie ein behindertes Mädchen aus dem Auto winkte! Und ich fragte mich, wem sie denn da zuwinkt, stand doch kein Mensch am Straßenrand! Am nächsten Tag beobachtete ich meine „Winkerin“ wieder und stellte fest, immer wenn wir bei dem großen Marien-Materl vorbeikamen, winkte sie hinaus und sagte ganz leise, fast unhörbar: „Hallo, heilige Maria!“ Von diesem Tag an winkte auch ich in Gedanken bei diesem Marterl hinaus und sagte die selben einfachen Wörter: „Hallo, heilige Maria!“

Das Gebet hat viele verschiedene Ausdrucksweisen – eine der einfachsten und für mich damals berührensten war dieses einfache, aber sehr tiefgehende, hinauswinken zu der Marienstatue! Unsere Klientin war überzeugt, dass die Hl. Maria jeden Tag auf den weißen Lebenshilfe VW-Bus wartete und auf ihr hinauswinken.

Ja, wenn das ZUWINKEN zum Gebet wird, ist man auf einem guten Weg. Von unseren „behinderten“ Freunden können wir auch in Sachen BETEN und Gebet noch vieles lernen. Da fragt ich mich oft, wer nämlich wirklich die „Behinderten“ sind. Oft doch wir, meint euer Pasti Manuel

Einer meiner “Lieblings-Heiligen” ist …

img_3868.JPG     … der Heilige CHRISTOPHORUS – kurz Christoph!

 Auch wenn man nicht viel über diesen Heiligen mit Sicherheit weiß, ist er doch einer meiner „Lieblinge im Himmel“! Es ist für mich nicht wichtig: wann, wie und wo er gelebt hat, seine Botschaft ist für mich das ausschlaggebene. Heißt doch „Christophorus“ übersetzt „CHRISTUS-TRÄGER“. Ein tolles Vorbild für mich, dieser „Stoffl“, versuche doch auch ich (gemeinsam mit vielen anderen) Christus zu den Menschen zu tragen! Gibt es eine schönere Aufgabe?!

Wo trägst du Jesus u. seine Botschaft hin? 

Ich habe eine kleine Christophorus-Statue (siehe Foto) in meinem Arbeitszimmer stehen, damit ich nie seinen Namen und unser Aufgabe vergesse!

Nehmen wir uns den Hl. Christoph, vorallem aber seine Namensbedeutung zum Vorbild und tragen wir Christus zu unseren Mitmenschen, Viel Trag-Kraft wünscht dir dein Pasti Manuel 

Was man(uel) am Hochaltar in Mariazell aufgefallen ist …

altar-neu.jpg (Bild: Hochaltar in Mariazell)

Wer schon einige meiner BLOG-Gedanken gelesen hat, dem ist sicher schon aufgefallen, das einer meiner „kirchlichen“ Lieblingsplätze Mariazell geworden ist …

Vor einigen Wochen besuchte ich wieder diesen besonderen Ort in der Steiermark. Als ich mir den Hochaltar einmal genauer angesehen – ja ich möchte fast sagen „durchmeditiert“ habe, ist mir folgendes Detail aufgefallen, das mir seit diesem Tag nicht mehr aus dem Sinn geht …

Die Mitte des Hochaltares erinnert uns an den Karfreitag. Jesus hängt am Kreuz. Links über ihm schwebt Gott (-Vater) und fast Jesus an der Hand. Gott reicht Jesus am Kreuz des Karfreitages die Hand! Eine (für mich) sehr berührende Geste!

Und ich glaube dieses Hochaltarbild möchte auch uns ganz eindeutig sagen: Du Mensch, auch wenn du gerade (d)einen Karfreitag erleben musst – ich bin bei dir – ich halte deine Hand – ich lasse dich niemals los!

Oft sagt ein Händedruck mehr als tausend Worte, Gottes Finger haben oft sehr menschliche Züge – auch deine Hand kann andere in ihren Karfreitagserlebnissen halten und Halt geben! Hand in Hand mit Gott, dieser Gedanke kann tröstend sein, meint dein Pasti Manuel

Ich weiß warum die Pfarrgemeinde “Pfarrgemeinde” heißt …

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(Foto enstand im 1. Jahrgang im Seminar f. Kirchl. Berufe – Manuel ist auf „NEUN Uhr“ zu finden!)

Vor kurzem erklärte mir ein kleines Mädchen (nicht aus St. Valentin!), warum Pfarrgemeinde eben „Pfarr-Gemeinde“ heißt. Sie sagt sehr trocken: „Weil dort alle GEMEIN (zu uns Kindern) sind!“ Wir dürfen nicht laufen und laut sein, ich verstehe oft nicht was die da reden, und und und …

Diese (auch lustige!?) Aussage kann uns aber dazu anregen, einmal nachzu-denken was Pfarrgemeinde ist und sein soll …

… ein Ort wo gemeinsam etwas geschaffen wird …

… wo Beziehungen und Treffpunkte für jung u. alt gemeinsam geschaffen werden …

… wo wir es gemeinsam schaffen an Gott zu glauben und aus diesem erlösenden Glauben zu leben…

Pfarrgemeinden – sind wichtig – sie können wie eine zweite Familie sein und dort schaffen viele etwas gemeinsam: Sie sind Volk Gottes unterwegs in unserer Zeit zur Ehre Gottes u. zur Freude der Mit-Menschen!

Auch DU bist ein wichtiger Teil deiner Pfarrgemeinde, meint dein Pasti Manuel

Hallo, heiliger Valentin – was denkst du dir …

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 (Ausschnitt vom Hochaltar der Stadtpfarrkirche)

seit mehr als hundert Jahren stehst du jetzt schon am Hochaltar in der Valentiner Stadtpfarrkirche. Viel hast du schon gesehen und gehört. Viele Menschen hast du gesehen mit großer Freude und einem Lächeln aber Menschen mit großen Sorgen und Tränen in den Augen. Hl. Valentin, schade das du nicht reden kannst, denn ich würde dich gerne etwas fragen: „Was denkst du dir eigentlich, wenn du so auf uns herunter schaust?“

Trotzdem bin dich dir dankbar, denn du bist uns als Vorbild für ein gelungenes Menschenleben mit u. für Gott aufgestellt! Liebe Grüße in den Himmel der Heiligen dein Pasti Manuel, den du oft anschaust und der auch oft zu dir hinauf schaut …

Wenn Manuel den kleinen Daniel trifft …

manuel-und-daniel1_301-juli-2007.jpg (Foto: Manuel mit den kleinen Daniel)

… erinnert er sich immer an das Jesus-Wort:

„Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht ins Himmelreich gelangen!“

Kindlich sein oder werden hat nichts mit kindisch-sein zu tun, sondern mit dem Vertrauen in die guten Vater- u. Mutterhände unseres Gottes!

In meiner Arbeit als Pastoralassistent habe ich viel mit Kleinkindern, Schülern und Jugendlichen zu tun. Jedoch die Kleinsten sind auch die Besten – von ihnen kann man(uel) und viele andere sogenannte Erwachsene noch etwas lernen!

Kindlich auf Gott vertrauen (lernen) – ist unsere Lebensaufgabe, meint Pasti Manuel