{"id":5096,"date":"2021-05-29T13:26:51","date_gmt":"2021-05-29T11:26:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kj-valentin.at\/wp_pfarrevalentin\/?p=5096"},"modified":"2021-05-29T13:26:53","modified_gmt":"2021-05-29T11:26:53","slug":"der-dreieine-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kj-valentin.at\/wp_pfarrevalentin\/der-dreieine-gott\/","title":{"rendered":"Der &#8222;dreieine&#8220; Gott"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der \u201edreieine\u201c Gott<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon um das Jahr 56 gr\u00fc\u00dfte der Apostel Paulus die Gemeinde in Korinth mit den Worten: \u201eDie Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen\u201c, was wir in jeder Messe auch heute h\u00f6ren. Schon um das Jahr 80 tauften die Christen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, wie wir im Evangelium geh\u00f6rt haben, was wir bis heute tun. Der Glaube an den dreifaltigen Gott geh\u00f6rt also zu dem Wesen des christlichen Glaubens seit ihrem Anfang. Jedes Handeln, jedes Gebet beginnen wir im Namen des dreifaltigen Gottes. Und wozu brauchen wir einen liturgischen Dreifaltigkeitssonntag? 1300 Jahre lang gab es ein solches Fest nicht. Ich verstehe dieses Fest als eine anbetende Zusammenfassung alles dessen, was wir von Weihnachten bis Pfingsten gefeiert haben: dass Gott nicht irgendein um sich selbst kreisendes, fremdes Wesen ist, sondern das Beispiel schlechthin von Selbsthingabe, Liebe und Aufopferung.<\/p>\n\n\n\n<p>So hat sich der biblische Gott geoffenbart: Das Volk Israel ist einem Gott begegnet, der es aus \u00c4gypten herausgerettet hat und der f\u00fcr immer sein Befreier und seine ganze Hoffnung geworden ist. Das gesamte Alte Testament erz\u00e4hlt davon, wie dieser Gott sich um sein Volk k\u00fcmmert und wie das Volk ihn als einen helfenden und rettenden Gott erfahren hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Offenbarung Gottes hat sich in Jesus Christus fortgesetzt. Wir sehen im Neuen Testament, wie die J\u00fcnger in Jesus, in seinen Worten, in seinen Haltungen und in seinen Taten Gott selbst erfahren haben. In diesem Jesus spricht Gott selbst. In diesem Jesus handelt Gott selbst. Er ist das endg\u00fcltige Wort und die Gegenwart Gottes in der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kommt die Erfahrung der Anh\u00e4nger Jesu nach Ostern und in der Folgezeit, dass sie vom Geist Jesu immer wieder ergriffen werden. Sie konnten diese Geisteserfahrung nur so deuten, dass er der Geist Gottes ist, von dem die Propheten gesprochen haben, und den Jesus ihnen versprochen hat, und dass durch den Geist Jesus immer in ihrer Mitte gegenw\u00e4rtig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist die Grundlange des christlichen Glaubens an den dreifaltigen Gott. Unser Gott ist ein Gott, der den Menschen g\u00fctig zugeneigt ist. Das zu glauben und glaubw\u00fcrdig zu vermitteln, ist nicht einfach. So scheint die Dreifaltigkeit, wie es im Katechismus der katholischen Kirche steht, heute eine Welt fern vom menschlichen Leben zu sein. L\u00e4ngst finden viele Aussagen des christlichen Glaubens, darunter auch die kirchlichen Aussagen \u00fcber den dreifaltigen Gott, bei vielen Christen, die in einer s\u00e4kularen Welt in einem suchenden Glauben unterwegs sind, keine Aufnahme mehr. Vielfach werden menschliche Konstrukte aus der Tradition als g\u00f6ttliche Offenbarung propagiert. Das muss sich sicher \u00e4ndern. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass der biblische Glaube selbst nutzlos geworden ist. Zun\u00e4chst sagen wir, dass die Dreifaltigkeit kein zu l\u00f6sendes Problem ist, sondern ein Geheimnis, das gelebt werden muss. Die Kirche war sehr bem\u00fcht, den Glauben an den dreieinigen Gott mit allen Kr\u00e4ften zu verteidigen, weil sie glaubte, dass er f\u00fcr unser Leben von gro\u00dfer Bedeutung ist. Durch diese Lehre wollte die Kirche den absoluten und unnahbaren Gott den Menschen n\u00e4herbringen, um Gott \u201eEmmanuel\u201c, \u201eGott mit uns\u201c sein zu lassen. Warum? Damit wir diesen Gott n\u00e4her kennen lernen und seine G\u00fcte erfahren. Nicht nur das: Damit wir uns bem\u00fchen, Gottes Eigenschaften f\u00fcr unser eigenes Leben nachzuahmen: Jesus sagte: Sei vollkommen wie Gott, sei barmherzig wie Gott, sei liebevoll wie Gott. Es macht also keinen Sinn, neue Argumente \u00fcber Gott zu bringen, sondern \u00fcber das Geheimnis Gottes zu meditieren, das die Kirche uns heute n\u00e4her zu bringen versucht, und vor allem zu versuchen, in unserem Leben gott\u00e4hnlich zu sein. Es ist eine gro\u00dfe Herausforderung, aber wir k\u00f6nnen kleine Schritte machen. Dazu segne uns Gott heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Isaac Padinjarekuttu<\/p>\n\n\n\n<p>Bild: Erzdi\u00f6zese Wien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u201edreieine\u201c Gott Schon um das Jahr 56 gr\u00fc\u00dfte der Apostel Paulus die Gemeinde in Korinth mit den Worten: \u201eDie Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen\u201c, was wir in jeder Messe auch heute h\u00f6ren. 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