{"id":3186,"date":"2020-10-17T09:45:47","date_gmt":"2020-10-17T07:45:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kj-valentin.at\/wp_pfarrevalentin\/?p=3186"},"modified":"2020-10-17T09:45:49","modified_gmt":"2020-10-17T07:45:49","slug":"weltmissionssonntag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kj-valentin.at\/wp_pfarrevalentin\/weltmissionssonntag\/","title":{"rendered":"Weltmissionssonntag"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Weltmissionssonntag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>18. Oktober 2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahrzehnt gab es mehrere Initiativen, die darauf abzielten, die Missionst\u00e4tigkeit in der Kirche wiederzubeleben. Es begann mit der Einsetzung des P\u00e4pstlichen Rates zur F\u00f6rderung der Neuevangelisierung im Jahr 2010, gefolgt von der Bischofssynode zur \u201eNeuevangelisierung zur Weitergabe des christlichen Glaubens\u201c im Jahr 2012, der Bischofssynode f\u00fcr die Region Pan-Amazonas im Jahr 2019, der Erkl\u00e4rung des Monats Oktober 2019 zum Missionsmonat und der j\u00fcngsten vatikanischen Anweisung \u201eDie pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche,\u201d um einige zu nennen. Der Grund liegt nahe. Nach Ansicht von Papst Franziskus ist die \u201eMissionst\u00e4tigkeit paradigmatisch f\u00fcr alle Aktivit\u00e4ten der Kirche,\u201c und daher m\u00fcssen alle Anstrengungen unternommen werden, um die Aufmerksamkeit aller Getauften auf diese grundlegende Aufgabe zu lenken. Was war das Ergebnis all dieser Initiativen? Es ist schwierig, diese Frage zu beantworten, da keine offiziellen Statistiken vorliegen. Mit Sicherheit kann man jedoch sagen, dass die Kirche in diesem Jahrzehnt an vielen Fronten in der Defensive geraten ist: bedroht von einer aggressiven s\u00e4kularen und post-s\u00e4kularen Gesellschaft, dem islamischen Terrorismus, rechts- und linksgerichteten Ideologien, dem zerst\u00f6rerischen Potenzial von Wissenschaft und Technologie ohne Regulierung und Kontrolle und die vielen Eigentore, die die Kirche geschossen hat. Und zum Abschluss des Jahrzehnts gibt es die Corona-Pandemie, die die Grundlagen der Weltordnung, wie wir sie heute kennen, ersch\u00fcttert hat. Und doch, wenn Mission \u2013 verstanden als die Fortsetzung der Mission Christi zur Errichtung des Gottesreiches f\u00fcr die Kirche paradigmatisch ist, m\u00fcssen wir dar\u00fcber sprechen, Mittel und Wege finden, um kreativ daran teilzunehmen und sie dort zu platzieren, wo sie hingeh\u00f6rt, n\u00e4mlich, in der Mitte der christlichen Existenz. Wenn wir einen weiteren Weltmissionssonntag feiern, denken wir wieder \u00fcber die Mission der Kirche und unseren Beitrag zur Errichtung des Gottesreiches in Gemeinschaft und Solidarit\u00e4t mit allen Christen und allen M\u00e4nnern und Frauen guten Willens nach.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kirchliche Leben weltweit steht in dieser Zeit unter dem Zeichen von der Corona-Pandemie. Die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Auswirkungen dieser weltweiten Krise sind kaum absch\u00e4tzbar. Auch die leeren Kirchen in der Karwoche werden lange in Erinnerung bleiben. Aber sind nicht die leeren Kirchen auch ein Symbol der Leere, die viele Menschen mit ihrem Glauben in der Kirche f\u00fchlen, wie der Theologe Thomas Halik es ausgedr\u00fcckt hat? Wir k\u00f6nnen unm\u00f6glich etwas geben, das wir nicht haben. Wenn Evangelisierung die Weitergabe unseres Glaubens ist, dann m\u00fcssen wir uns nicht nur mit der Weltmission besch\u00e4ftigen, sondern auch mit uns selbst. Wie die \u00f6sterreichischen Bisch\u00f6fe in ihrer Weltmissionssonntagsbotschaft in aller Ehrlichkeit sagen, hat der christliche Glaube in den vergangenen Jahrzehnten bei uns in Europa an Kraft verloren. Papst Franziskus hat das immer wieder betont, dass wir eine narzisstische Kirche geworden sind, die zu sehr auf sich selbst bezogen ist, die nur um sich selbst kreist. Dann ist die Gefahr tats\u00e4chlich gro\u00df, dass wir die eigentliche Situation aus dem Blick verlieren. Eine solche Kirche wird belanglos oder zu einem \u00c4rgernis f\u00fcr die, die vom Glauben und der Kirche fern sind. Aus dieser Belanglosigkeit herauszukommen, ist eine gro\u00dfe Herausforderung. Ob wir daf\u00fcr etwas von der Corona Pandemie lernen k\u00f6nnen? Wie k\u00f6nnen wir unsere geistliche Substanz und das Gebet wiederentdecken? Papst Franziskus spricht sogar von der \u201emissionarischen Kraft des F\u00fcrbittgebets\u201c. So k\u00f6nnen wir auch missionarisch sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine missionarische Kirche wird auch ihren Blick f\u00fcr die N\u00f6te und Anliegen unserer N\u00e4chsten \u00f6ffnen. Diese Solidarit\u00e4t mit Menschen in Not unter uns und \u00fcberall in der Welt ist die beste missionarische Geste, die wir in diesem Moment zeigen k\u00f6nnen. Denn das Kerngebot des Christentums ist das Liebesgebot. Gerade in diesen Zeiten der Krise zeigen sich viele Menschen in Werken der N\u00e4chstenliebe als wahre Christen. Menschen gingen in ihrem Einsatz f\u00fcr die N\u00e4chsten bis an ihre Grenzen. Eine unglaubliche Welle der Solidarit\u00e4t machte sich breit. Diese Solidarit\u00e4t mit allen Leidenden weltweit ist Mission par excellence. Wenn heute im Auftrag des Papstes in allen Gottesdiensten auf allen Kontinenten und in allen L\u00e4ndern f\u00fcr die Weltkirche gesammelt wird, wird diese Solidarit\u00e4t eine Realit\u00e4t. Wenn wir unser solidarisches Handeln beibehalten, dann machen wir Gottes Reich sichtbar vor der Welt. Und das ist Mission!<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Isaac Padinjarekuttu<\/p>\n\n\n\n<p>Bild: dbk.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltmissionssonntag 18. Oktober 2020 In diesem Jahrzehnt gab es mehrere Initiativen, die darauf abzielten, die Missionst\u00e4tigkeit in der Kirche wiederzubeleben. 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