{"id":462,"date":"2019-12-02T21:16:30","date_gmt":"2019-12-02T20:16:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kj-valentin.at\/wp_pfarrevalentin\/?page_id=462"},"modified":"2025-12-10T00:35:25","modified_gmt":"2025-12-09T23:35:25","slug":"stadtpfarrkirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kj-valentin.at\/wp_pfarrevalentin\/kirchen\/stadtpfarrkirche\/","title":{"rendered":"Stadtpfarrkirche"},"content":{"rendered":"<p>[momentopress url=https:\/\/momento360.com\/e\/u\/0e9ce299549d4988acb9d4abb5d2d5ed?utm_campaign=embed&#038;utm_source=other&#038;heading=0&#038;pitch=0&#038;field-of-view=75&#038;size=medium]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Stadtpfarrkirche zum Hl. Valentin<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Stadtpfarrkirche ist eine sp\u00e4tgotische Hallenkirche.\u00a0Angesichts des Alters der Pfarre (im Jahr 2000 wurde das 950 j\u00e4hrige Pfarrjubil\u00e4um gefeiert), muss die sp\u00e4tgotische Kirche mindestens einen Vorg\u00e4ngerbau gehabt haben, dessen Standort wahrscheinlich bereits der heutige war.\u00a0Sie wurde erbaut von der Steyrer Dombauschule unter Wolfgang Tenc, einem f\u00fchrenden Meister des sp\u00e4tgotischen Kirchenbaues.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1476 wurde der Chor fertig gestellt laut Schild auf dem s\u00fcdlichen Strebepfeiler n\u00e4chst der Sakristei.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Langhaus ist auf drei Konsolen der Baubeginn mit 1515, die Vollendung mit 1522 auf der s\u00fcdlichen S\u00e4ule der Empore angegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Sechs Runds\u00e4ulen mit eigenartigen Kastenkapitellen st\u00fctzen innen das einzigartige Netzgew\u00f6lbe mit originellen Rundbogenmustern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Empore zeigt ein sehenswertes Muster mit Kreismotiven aus Stein mit vorstehendem Erker, an der Nordwand ist ein waagrechter \u201eKerzengang\u201c vorgezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim s\u00fcdlichen Eingang befindet sich links die Grabplatte des Pfarrers Rupert Rechinger (+ 1519), der sicher ma\u00dfgeblich am Kirchenbau beteiligt war.<\/p>\n\n\n<p>[momentopress url=https:\/\/momento360.com\/e\/u\/fa7aed918e204895b696d927f9b7e9e0?utm_campaign=embed&#038;utm_source=other&#038;heading=0&#038;pitch=0&#038;field-of-view=75&#038;size=medium]<\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Jahrhunderten wurde das Kirchengeb\u00e4ude durch Ein- und Zubauten stark ver\u00e4ndert. Pfarrer Tobias Constantin Piller lie\u00df auf eigene Kosten an der Nordseite der Kirche eine Kapelle anbauen, die man Barbara- oder Totenkapelle nannte. Unter dem Turm, in die heute nach zwei Seiten offene Eingangshalle, wurde eine Kapelle eingebaut, in der im Jahre 1729 ein Johannes-von-Nepomuk-Altar aufgestellt wurde. In den Jahren 1636 und 1733\/34 wurde die Kirche barockisiert und erhielt jeweils einen neuen Hochaltar. Die gro\u00dfe Umgestaltung im neugotischen Stil erfolgte zwischen 1869 und 1889 unter Dechant Franz Kr\u00e4utle durch den Linzer Dombaumeister Otto Schirmer. Barbarakapelle und Sakristei wurden abgerissen und symmetrisch wieder aufgebaut. Der Turm wurde auf 60 m ausgebaut, das Masswerk der Fenster und die Rippen der Gew\u00f6lbe wurden renoviert. Auch die Wendeltreppen auf die Orgelempore sind neugotisch.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Inneneinrichtung der Kirche<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die neugotische Inneneinrichtung der Kirche besteht aus drei Alt\u00e4ren aus Marmor mit Aufbauten aus zarten Fialen mit Kreuzblumen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Hochaltar<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Hochaltar\u00a0zeigt in der Mitte die Statue des Hl. Valentin. Sie wird von zwei Engeln mit Spruchb\u00e4ndern aus Sandstein flankiert nach Entw\u00fcrfen von Prof. Gasser aus Wien. Dazu zwei Reliefs, Manna in der W\u00fcste und die Feier des Osterlammes und zwei Mosaike: Die Opferung des Isaak und die Erh\u00f6hung der ehernen Schlange.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tabernakelt\u00fcren fertigte der Wiener Goldschmied Ludwig Adler an.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Linker Seitenaltar<\/h4>\n\n\n\n<p>Der&nbsp;linke Seitenaltar&nbsp;(Marienaltar) tr\u00e4gt die wundersch\u00f6ne Sandsteinstatue der unbefleckten Empf\u00e4ngnis (Entwurf Gasser\/Wien, Ausf\u00fchrung Oberhuber\/Linz) Die ge\u00f6ffneten Fl\u00fcgel des Altares zeigen Reliefs der Heiligen Magdalena, Theresia, Katharina und Elisabeth. Die geschlossenen Fl\u00fcgeln zeigen den freudenreichen Rosenkranz. Die kleinen Fl\u00fcgel darunter zeigen au\u00dfen Darstellungen aus dem Leben der Heiligen Notburga und der Heiligen C\u00e4cilia. Innen zeigen sie die anbetenden Hirten und K\u00f6nige, in der Mitte die wunderbare Weihnachtskrippe aus Sandstein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Rechter Seitenaltar<\/h4>\n\n\n\n<p>Der rechte Seitenaltar (Josefsaltar)<strong>&nbsp;<\/strong>hat eine h\u00f6lzerne Statue des Hl. Josef als Zimmermann mit Jesuskind und Werkzeugb\u00fcndel (in der Karwoche ist dort der h\u00f6lzerne Tabernakel). Die gro\u00dfen Seitenfl\u00fcgel zeigen innen die Heiligen Leopold, Johannes von Nepomuk, Aloisius und Florian und au\u00dfen den schmerzhaften Rosenkranz. Darunter ist au\u00dfen der Kampf des Hl. Georg mit dem Drachen und der Sieg des Erzengels Michael \u00fcber den Teufelsdrachen im Relief dargestellt. Bei ge\u00f6ffneten T\u00fcren ist das Heilige Grab sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mosaike<\/h4>\n\n\n\n<p>Neben den Seitenalt\u00e4ren befinden sich zwei gro\u00dfe Mosaike: rechts das Herz Jesu, mit Sinnbildern aus der Heiligen Schrift, links das Herz Mari\u00e4 mit Symbolen aus der lauretanischen Litanei, unten Maria um Hilfe anflehende Christen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein drittes Mosaik mit der Darstellung der Heiligen Familie ist links vorne beim Hochaltar (1900).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fenster <\/h4>\n\n\n\n<p>Die neuen wertvollen neugotischen Fenster wurden in den Jahren zwischen 1870 und 1880 von der Firma Neuhauser\/Innsbruck, nach Pl\u00e4nen von Prof. Klein\/Wien hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Altarraum ist hinter dem Hochaltar die heiligste Dreifaltigkeit und acht von den neun Ch\u00f6ren der Engel \u2013 Michael in der Mitte \u2013 dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am linken Fenster ist die Taufe, am rechten die Verkl\u00e4rung Jesu zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vier Fenster des Chorraumes zeigen den glorreichen Rosenkranz: rechts die Auferstehung und Himmelfahrt des Herrn, links die Herabkunft des Heiligen Geistes und in einem Bild zusammen Aufnahme und Kr\u00f6nung Mariens.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem zweiteiligen Fenster beim Marienaltar ist der Stammbaum Jesu dargestellt: Die Eltern Mariens, Joachim und Anna unter der goldenen Pforte, dar\u00fcber die Verk\u00fcndung. Das kleine Bild zeigt die Verkl\u00e4rung des Heiligen Valentin.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fenster beim Josefsaltar zeigt die Gr\u00fcndung der Kirche mit \u00dcbergabe der Schl\u00fcsselgewalt an Petrus und die Symbole Arche Noah und Schiff der Kirche, oben die Bekehrung des Paulus.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei allen neuen Fenstern ist im untersten Feld ein Bild aus dem Leben des Heiligen Valentin, des Kirchenpatrons dargestellt, und zwar von rechts nach links.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Bild beim Josefs-Altar: Bischofsweihe und Aussendung Valentins durch Papst Leo den Gro\u00dfen um 450.<\/p>\n\n\n\n<p>2., 3., 4., Bild an der S\u00fcdseite des Chores: Spendung der Heiligen Sakramente Taufe, Firmung, Eucharistie, Bu\u00dfe, Priesterweihe durch Bischof Valentin, auf den n\u00f6rdlichen Fenstern: Sakrament der Ehe, Krankensalbung an Bischof Valentin, \u00dcbertragung des Leichnams Valentins auf der Zenoburg bei Mais\/Meran um 470.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Fenster beim Marienaltar ist der verkl\u00e4rte Valentin als Nothelfer f\u00fcr Falls\u00fcchtige und an Kr\u00e4mpfen Leidende zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kanzel <\/h4>\n\n\n\n<p>Die marmorne Kanzel tr\u00e4gt ein Christusrelief mit der Aufschrift \u201eego sum\u201c umgeben von den vier abendl\u00e4ndischen Kirchenlehrern und den Symbolen der vier Evangelisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der geschnitzte Kanzeldeckel ist aus Holz.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kreuzweg<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die 14 Kreuzwegbilder aus Stein an den L\u00e4ngsw\u00e4nden der Kirche wurden 1878 nach Pl\u00e4nen von Prof. Klein\/Wien fertiggestellt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide has-secondary-background-color has-background\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kirchenrenovierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die letzte gro\u00dfe Kirchenrenovierung&nbsp;war 1999 als Vorbereitung auf das 950 \u2013 j\u00e4hrige Pfarrjubil\u00e4um im Jahre 2000.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Sonntag nach Ostern war Erstkommunion und danach wurde die Kirche zur Baustelle bis zur Er\u00f6ffnung und Altarweihe mit Weihbischof Dr. Heinrich Fasching am Sonntag, 3. Oktober 1999.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dieser Renovierung wurde die Kirche neu ausgemalt. Einige Rippen vom Gew\u00f6lbe drohten herunterzufallen und mussten neu befestigt werden. Die Netzrippen, der Kreuzweg und die Alt\u00e4re wurden gereinigt und fehlende T\u00fcrmchen erg\u00e4nzt. Der Altarraum wurde neu gestaltet. Der Volksaltar und der Ambo wurden nach Pl\u00e4nen von Dombaumeister DI Wolfgang Zehetner neu gestaltet. Alle elektrische Leitungen, Leuchten und Heizung wurden g\u00e4nzlich erneuert. Der Unterboden der B\u00e4nke wurde neu gemacht, die Beichtst\u00fchle wurden erneuert und zu Ausspracher\u00e4umen umfunktioniert. Die Sakristei bekam eine neue Einrichtung. Die Kosten betrugen etwa 7 Millionen Schilling und wurden zur G\u00e4nze von der Pfarrgemeinde aufgebracht. Die Renovierung wurde geleitet vom Dombaumeister DI Wolfgang Zehetner, einem Cousin von Pfarrer Johann Zarl.<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtpfarrkirche zum Hl. 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