Jesus, die Mitte unserer Jugendgruppe(n)!

Wir leben in einer Zeit, in der "Religion" und "Glaube" von vielen kritisch gesehen wird. Es gibt Menschen, die mit der Gemeinschaft der Kirche, einer Pfarrgemeinde oder überhaupt mit dem "Christlichen", nicht mehr viel anfangen können. (- und als Getaufte, die sie sind, aus der Kirche offiziell austreten) Oft hat sich schon die Eltern- und Großelterngeneration von der Glaubensgemeinschaft "entfremdet", sich entfernt, die Gründe sind so vielfältig wie es Menschen gibt. Sehr oft stehen Enttäuschungen (vom Kirchenpersonal) und das "liebe Geld" hinter einem Austritt. Hat uns der Glaube wirklich nichts mehr zu sagen? Wir kommen um die großen Lebensfragen nicht umher: Woher komme ich ich? Wohin gehe ich? Welchen Sinn hat mein Leben?   

Nichts desto trotz: Wir versuchen in unseren Jugendgruppen (Kath. Jugend und JungscharOldies), den jungen Menschen unserer "modernen" Zeit eine Möglichkeit zu bieten, in der sie mit Jesus wieder neu in "Kontakt" kommen können! Klar, wir haben eine "Mission", einen Auftrag Jesu, aber wir "missionieren" auf keinen Fall. Wir wollen an unserem Lebensbeispiel (und Vorbild, unserem Verhalten und unserem Umgang miteinander) zeigen, dass es Sinn macht und das Leben bereichert, wenn man Jesus einem Platz in seinem Leben gibt, nichts anderes bedeutet ja "glauben", Gott in seinem Herzen, in seinem Alltag, in seinem konkreten Leben einen Platz zu geben! Mit IHM sein Leben und die Herausforderungen zu meistern! "Wer glaubt ist NIE allein!"

Sehr oft habe ich "religiöse" Gespräche mit jungen Menschen, aber nicht weil ich sie "provoziere", sondern weil sie wissen, das gibt es jemanden, den kann man fragen, der steht einem Frage und Antwort, der weiß auch nicht auf alle Fragen eine Lösung, der möchte kein "Klugscheißer" sein, sondern ein Freund, ein Weggefährte, der mitgeht, nachgeht und vorgeht, einer der davon überzeugt ist, dass der Mensch auch im 21. Jahrhundert ein Suchender ist! Viele Zeitgenossen glauben, dass das durch die Kirche vermittelte Christentum ein Katalog von vielen Ge- und Verboten sei. Das stimmt nicht! Das Christentum ist in erster Linie, das Angebot einer Freundschaft! Gott bietet uns in seinem Sohn seine Freundschaft an! Auf Augenhöhe! Von Herz zu Herz ...

Das Handy, die modernen Medien, das Social-Media, all' die Annehmlichkeiten unserer Zeit, gehen uns keinen Sinn! Der Mensch braucht Sinn, er sucht verbissen danach … und findet ihn im "Ersatz" und dieser Ersatz trägt viele Namen, die wir alle sehr gut kennen … 

Wir als "Jugendseelsorger/innen" in der Pfarre wollen Ansprechpartner auf Augenhöhe sein, keine abgehobenen "Kirchenfunktionäre", sondern ehrliche und bescheidene Jüngerinnen und Jünger Jesu, unterwegs in -seiner- Lebensschule, mit Versuch und Irrtum, mit Licht und Schatten, mit Erfolg und Misserfolg - aber authentisch, so wie Jesus es uns vorgelebt hat! Auch im Wissen, dass wir keine "Wunderwuzzis", sondern auch fehlerhafte Menschen sind, es auch in uns und um uns "menschelt"! 

"Ihr sollt SALZ für die Welt sein!", so der Auftrag Jesu in seinem Evangelium. Salz meint Würze, wir dürfen Geschmack bringen in diese Welt, wir dürfen mithelfen unsere Heimat geschmackvoller zu machen. Oft genügt nur eine kleine Prise! Zuviel Salz, schadet dem Gaumen. Aber ohne Salz, würde so manche Speise einfach nur fad schmecken. Man denke an Pommes ohne Salz - unvorstellbar! 

Ich hoffe, dass viele junge (suchende) Menschen, sich bei "uns im Lebensraum Jesu" wohlfühlen können, dass es den Jungen gelingt bei uns als Pfarrgemeinde "anzudocken", ihren wichtigen Platz zu finden. Diese Sätze sind für mich keine Floskeln oder "Kirchenrhetorik", nein, ich und viele andere "bei uns" meines es sehr ernst, mehr noch, wir meinen es liebevoll! 

Es geht uns darum, Beziehungsmöglichkeiten zu schaffen, ein Klima anzubieten, in dem Freundschaften wachsen und gedeihen können, zu den Menschen untereinander, zur jeweiligen Gruppe, zur Pfarre, zur Hl. Messe, vor allem aber zu diesem Gott, den wir mit "DU" anreden dürfen! Wenn -DU- nun diese Zeilen gelesen hast und du gläubig bist, dann bitte ich dich um dein Gebet! Wenn du nicht glauben kannst, beten nicht gelernt hast, bitte ich dich um "gute Gedanken"! Mögen unsere Bemühungen als Pfarre, als Kirchengemeinde dazu verhelfen, dass viele Jesus als IHREN ANKER erkennen können! Das Lied bringt auf den Punkt, was ich sagen/schreiben wollte. (Text: Manuel Sattelberger)

ANKER IN DER ZEIT

Es gibt bedingungslose Liebe,
die alles trägt und nie vergeht
und unerschütterliche Hoffnung,
die jeden Test der Zeit besteht.
Es gibt ein Licht, das uns den Weg weist,
auch wenn wir jetzt nicht alles sehn.
Es gibt Gewissheit unsres Glaubens,
auch wenn wir manches nicht verstehn.Es gibt Versöhnung selbst für Feinde
und echten Frieden nach dem Streit,
Vergebung für die schlimmsten Sünden,
ein neuer Anfang jederzeit.
Es gibt ein ewges Reich des Friedens.
In unsrer Mitte lebt es schon:
ein Stück vom Himmel hier auf Erden
in Jesus Christus, Gottes Sohn.Er ist das Zentrum der Geschichte,
er ist der Anker in der Zeit.
Er ist der Ursprung allen Lebens
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.

Es gibt die wunderbare Heilung,
die letzte Rettung in der Not.
Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden,
ewiges Leben nach dem Tod.
Es gibt Gerechtigkeit für alle,
für unsre Treue ewgen Lohn.
Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer
mit Jesus Christus, Gottes Sohn.

Er ist das Zentrum der Geschichte,
er ist der Anker in der Zeit.
Er ist der Ursprung allen Lebens
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.