Mani`s Blog – Adventkalender 2007 – 10.12.

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Heute war Beichttag in der Hauptschule. Meine Aufgabe ist es unsere Schüler von der Klasse abzuholen und zu den Beichtzimmern zu begleiten. Ja, hier sehe ich meine zutiefste Berufung „mitgehen, abholen, nicht alleine lassen, auf die Schulter klopfen, da sein, Anteil nehmen und den „Weg“ zu zeigen“.

Auf dem Weg zum Beichtzimmer fragte mich ein Schüler ob 3 Sünden genug sind, die er dem Pfarrer sagen wolle. Meine Antwort war: Es ist nicht wichtig WIE VIELE Sünden du beichtest viel wichtiger ist das du EHRLICH zu dir, zum Hrn. Pfarrer und zu Gott bist. Und Gott, dem kannst du sowieso nichts vormachen, denn der kennt dich ja am Besten von uns allen. Ich wünsche dir das du dein Leben, mit allem was auch „schief“ oder in den „Graben“ gegangen ist, dem verzeihenden und guten Gott hinhalten kannst, im Vertrauen das es alle Schuld von dir nimmt! Beichten heißt ehrlich zu sich und zu Gott sein, auf das Leben zu schauen wie es wirklich ist und diesem Gott die „Risse“ und „Sparflammen“ in deinem Leben hinzuhalten. Denn Sünde ist zuwenig Liebe!

Ehrlichkeit wert am Längsten, heißt es – auch beim Beichten … denn Gott kannst du nichts vormachen – aber du kannst dir sicher sein der Barmherzige Vater empfängt dich immer mit seinen offenen Armen, meint dein Pasti Manuel

Mani`s Blog – Adventkalender 2007 – 9.12.

Heute fand in unserer Nachbarpfarre Haag die Diakonenweihe von Christian Zeilinger statt. Es war ein beeindruckender Gottesdienst der „alle Stückerl“ spielte. Übrigens die neu renovierte Pfarrkirche tat das ihre dazu. Die Pfarrkirche Haag ist eine gotische Kirche die bewusst sehr schlicht gehalten ist. Viele Leute sagen immer sie wäre „ausgeräumt“ worden, weil sich in ihr kein Hochaltar und dergleichen befindet. Mir gefällt diese Kirche verweist sie doch gerade durch ihre karge Schlichtheit auf das Westentliche – auf Gott! Auch die Weiheliturgie war beeindruckend – die eigentlich „Weihe“ geschieht still und ohne Worte – durch das auflegen der Bischofshände auf den Kopf des Kandidaten.  Ja, ja das Wesentliche braucht keine Worte – so wie auch eine Kirche nicht unbedingt einen Hochaltar braucht – wenn doch ein „Volksaltar“ die Mitte sein sollte.

Diakon – dieses Wort heißt übersetzt „DIENER“. Unser Christian ist jetzt Diener des Wortes und Diener des Altares, aber auch Diener seiner Pfarrgemeinde. Mir gefällt das Wort Diener, den so verstehe ich das Amt in der Kirche nicht die ganz „oben“ sondern Diener. Eigentlich sollte in jedem von uns egal ob Frau oder Mann so ein „kleiner“ Diakon stecken, der seinem Umfeld im Glauben dient. Die Kirche braucht Diener u. Dienerinnen – sie braucht keine „Herren“ –  sie braucht auch deinen Dienst – wie immer der auch aussehen mag. Aber ist dienen noch in?

Vielleicht will uns auch der Advent leise ins Ohr flüstern: Vergiss nicht auch du sollst dienen – dem neben dir. Dieses dienen dient sicher dann auch dem Glauben, meint euer Manuel

Mani`s Blog – Adventkalender 2007 – 8. Dez.

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Im Schaukasten vor unserer Kirche kann man lesen:

AUCH WIR HABEN AM 8. DEZEMBER FÜR SIE GEÖFFNET!

„Kirchenmusik der Stadtkapelle STATT Kassenklingeln“

„VERSCHNAUFEN vom KAUFEN“

UNSERE ÖFFNUNGSZEITEN:

Durchgehend RUHE und BeSINNung

Hl. Messen um 8 Uhr u. 9:30 Uhr

 Am 8. Dezember feiern wir einen Marienfeiertag. Der oft falsch verstanden wird. MARIA EMPFÄNGNIS heißt er noch heute im Volksmund. Kinder verstehen das oft falsch und meinen „Was Maria war im Gefängnis?“

Nein, Maria war nie im Gefängnis viel mehr hat sie auch Gottes Stimme und seinen Plan gehört. Eigentlich heißt dieses Fest ja: „HOCHFEST DER OHNE ERBSÜNDE EMPFANGENEN JUNGFRAU U. GOTTESMUTTER MARIA“ . ein langer „Festtitel“ der genau so schwer zu verstehen ist!

Kurz zusammengefasst und auf den Punkt gebracht möchte uns dieses Fest „erzählen“: Gott hat sich Maria von Anfang an – noch vor ihrer Geburt – ausgesucht! Nur eines fehlte Gott noch, ihr „JA“ und das hat sie freiwillig und selbst gesprochen ohne Zwang und Druck! Gott kann uns nicht zwingen, dass wir ihn lieben! Aber Maria hat ihr „Ja“ gesagt auf die Frage des Engels!

„Maria im Gefängnis!?“ – Maria war nie in einem solchen Haus aber ich glaube, dass wir Menschen besonders am 8. Dez. im „Gefängnis des Kaufens“ eingesperrt sind und nicht herauskönnen. Der Preis ist sehr hoch. Wir „verlieren“ einen FEIERTAG! Wann kappieren das mal jemand, fragt sich euer Manuel

Mani`s Blog – Adventkalender 2007 – 7. Dezember

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Heute war wieder der „Herz-Jesu-Freitag“! An diesem Tag sind wir mit dem Hl. Brot „an Board“ unterwegs und besuchen alle alten und kranken Menschen, die nicht mehr zu Kirche kommen können. Diese Freitage sind für mich immer sehr berührend und „erden“ einen wieder, besonders dann wenn man vielleicht selbst ein Problem hat. Bei diesen Problemen relativiert sich für mich immer viel und ich bin berührt über die Glaubenszeugnisse der alten Mitchristen. Ich habe Respekt vor ihnen und ihrem Leben.

Heute sagte ein alter, schwerkranker Mann zu mir:Wissen Sie, Herr Manuel, ich habe mir wie ich noch in die Arbeit gegangen bin und den ganzen Tag „gebuttelt“ habe nie gedacht, dass ich einmal so dasitzen werde!? Eines können Sie mir glauben, ohne meine Verbindung mit Gott, hätte ich viel nicht geschafft und würde ich auch heute nichts schaffen und wenn es auch nur 5 Meter vom Bett zum Waschbecken sind. Aber ich weiß Gott geht mit und das schon seit 89 Jahren!“

Manchmal kann man(uel) nichts mehr dazu sagen. Ich glaube es ist ALLES gesagt, meint euer Manuel

Mani`s Blog – Adventkalender 2007 – 6.12.

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Am 6. Dezember war ich als Nikolaus in unserer Pfarre unterwegs und besuchte Kinder. Mir ist bei diesen Besuchen immer wichtig, dass ich auch genauso zu den Eltern komme und die Feier einen religiösen Chararkter hat. Ich könnte einen „Roman“ über meine Erlebnisse schreiben. Ein Erlebnis möchte ich aber mit dir teilen:

Ich war zu Besuch bei einem kleinen Buben und seinen Eltern. Wir gestalteten gemeinsam eine schöne Feierviertelstunde mit Liedern und Texten. Natürlich gab es auch das rote Sackerl auf das ja alle warten. Beim Heimgehen schrie mir der kleine Bub auf die Straße nach: „Nikolaus, bitte gib dem lieben Gott von mir ein Bussi!“ Kindermund ?! – aber mit Tiefgang …

Wenn IHR nicht werdet wie die Kinder, denkt man(uel) sich in solchen Momenten und wünscht sich für alle dieses große Urvertrauen der Kinder!

Ich hab dem lieben Gott einen schönen Gruß ausgerichtet und ihm ein „Bussi“ der Liebe geschickt. Es freut sich mit euch, euer Manuel

Mani`s Blog Adventkalender 2007 – 5.12.

Du kennst das Bild der wandernden Hl. Eltern Jesu schon gut. Fast jeden Tag kreisen meine Gedanken um dieses schöne Bild gemalt von einem Freund von mir, einem jungen Malermeister – dem ich auch auf diesen Weg wieder einmal DANKE – Gerhard – sagen möchte!

Josef hält sich an einem Stab fest. Es ist ein Wanderstock. Es ist sein Wanderstock. Auf ihn kann er sich stützen. Mit „ihm“ geht es sich leichter. Ein Nordikwalking-Fan war Josef sicher nicht, aber der Stab tut das seine.

Ich wünsche dir auch immer wieder auf deinen „Reisen“ einen Wanderstock bei dem du die anhalten kannst. Für jeden ist dieser „Stock“ etwas anderes! Denk mal nach, woran hältst du dich fest? Worauf stützt du dich?

Der Advent will uns sagen leg dir einen guten „Wanderstab“ zu was immer das auch für dich persönlich sein mag. Du wirst ihn brauchen, meint dein Manuel

Mani`s Blog Adventkalender 2007 – 4.12.

Heute ist das Fest der Hl. Barbara. Hast du schon einen Kirschbaumzweig abgeschnitten und in die Wohnung geholt? Noch nicht, dann los geht`s hol dir eine Baumschere und such dir einen aus!

Auch das Leben der Hl. Barabara durfte in ihrem Tod bei Gott wieder aufblühen. Sie ist zu ihrem christlichen Glauben gestanden, trotz allem Gegendruck … eine Bekennerin … eine Gläubige … eine Zeugin für Gott … und  du bist du das auch?

Ich wünsche dir im Advent viele aufblühende Momente, damit du merkst dort wo du Gott in deinem Leben einen Platz gibst bildet sich eine zarte Knospe, die aufblühen wird – ganz sicher, meint dein Manuel

Mani`s Blog – Adventkalender 3.12.

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Maria und Josef haben die Stadt Nazareth verlassen und sind gemeinsam unterwegs. Josef hat eine Wasserflasche mitgenommen, damit sie sich auf ihrer „Einschreib-Reise“ erfrischen können.

Erfrischungen tun gut und beleben uns! So richtig Durst zu haben kennen wir diesen Gefühl überhaupt? Ja, nach dem Sport oder einer anstrengenden Arbeit einen Reisendurst haben, das kennt jeder aber Durst zu haben und kein Trinkwasser zu finden, diese Umstände kennen wir „Gott sei Dank“ in Österreich nicht …

Erfrischung und Durst … da stellt sich man(uel) die Frage: Wonach hast du Durst. Oder womit erfrischt du dich? Klar es gibt Getränke aber ich meine eher den „geistigen“ Sprudel! Das Wort Gottes kann uns erfrischen! Wie geht das, fragst du? Nimm deine Bibel zur Hand und lese darin – es wird dich erfrischen. Du hast keine Bibel im Haus – na, dann weißt du ja schon was du dir zu Weihnachten wünschen kannst … heißt es doch in der Bibel “ … und das Wort (Gottes) ist (in Jesus) Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt ...“

Der Advent ist die große Einladung die Bibel wieder einmal aus dem Regal zu nehmen und aufzuschlafen. Ich wünsche dir erfrischende Momente mit der Hl. Schrift, dein Manuel

Mani`s BLOG-Adventkalender 2007 – MO 3. Dez.

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Die Stadt verlassen!  Maria und Josef verlassen ihre „Heimatstadt“ – ihre Unterkunft – ihr Haus um so wie vom Herrscher verlangt sich in den Geburtsorten eintragen zu lassen. Josef u. Maria gehorchen diesem Auftrag und verlassen Nazareth.

Ich kann es mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen: Würde ich so einen Autrag erhalten … Maria u. Josef gehen und verlassen für einige Zeit ihren Alltag in Nazareth und ihr Umfeld.

Vielleicht möchte uns auch der Advent „einladen“ nicht befehlen, dass auch wir unsere „Städte des Alltags und der Routine“ verlassen und uns auf den Weg zu machen!

Ich lade dich ein verlass für ein paar Minuten die „Stadt der Geschäftigkeit“ und wandere in das „Land eines guten Buches“. Verlass die „Stadt der eigenen 4 Wände“ und besuch einen Menschen, den du schon lange nicht mehr gesehen hast, oder den du schon seit langer Zeit einen Besuch versprochen hast. Verlass die „Stadt der Faulheit“ und werde aktiv für einen guten Zweck. Verlass die „Stadt der Gleichgültigkeit“ und geh mit offen Augen durch deinen Tag. Es gibt viel was wir für eine Zeit verlassen könnten – was möchtest du verlassen. Du bist eingeladen, denn unser Gott zwingt niemanden – wir haben einen einladenden, werbenden Gott – keinen „Zwangsverpflichter“!

Machen wir uns heute auf den Weg und verlassen wir die „Stadt“ wofür sich auch immer stehen mag, meint den Pasti Manuel 

Mani`s BLOG – Adventkalender 2007 – SO 2. Dez.

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Mit dem ersten Adventsonntag hat ein neues Kirchenjahr begonnen. Noch bevor das Kalenderjahr endet, beginnt schon ein neues Kirchenjahr mit dem Advent. Die Kirche ist halt ihrer Zeit voraus – auch wenn manche noch immer glauben sie ist von vorgestern!?

Der Advent ist für mich wie ein Weg. Das Ziel ist Weihnachten, dieses Fest an dem sich der große Gott „babyklein“ macht um unsere Dunkelheiten zu erhellen, um alle Facetten des menschlichen Lebens „hautnah“ kennen zu lernen. In Jesus hat Gottes Liebe zu uns, Hand Fuß und ein Gesicht bekommen!

Seit heute begleiten wir die hochschwangere Maria und ihren treuen Leben-Weggefährten Josef gedanklich auf ihrem sicher damals nicht leichten und einfachen Weg von der kleinen Stadt Nazareth in die Geburtsstadt Josefs – Bethlehem! Wir sind eingeladen mitzugehen. Wir sind eingeladen mitzutragen. Wir sind eingeladen mitzubeten!

Wer das Bild (Foto – das Orginal hängt in der Stadtpfarrkirche) genau betrachtet wird feststellen, dass der Hl. Mitgeher Josef seiner schwangeren Verlobten Maria zärtlich die Hand reicht, als möchte es ihr sagen: „Maria, wir schaffen das schon! Gott geht alle Wege mit und ich helfe wo dir wo ich nur kann!“

Liebe Freunde, wir brauchen auch oft wie die Hl. Maria so eine Hand die uns entgegen gesteckt wird. Auch wir brauchen den Blick eines guten Menschen und ein aufrichtendes Wort.

Im Advent sind wir eingeladen es dem Hl. Josef nach zu machen. Reichen wir denen die sich schwer tun die Hand. Schenken wir Blicke und gute Worte. Schauen wir nicht vorbei sondern hin, das könnte ein Impuls für die 1. Adventwoche sein oder für dich werden …

Wir können die Hand reichen, uns ansehen und einander aufbauende Worte zusagen, weil Gott auch uns – jeden – seine Hand reicht – wir bei ihm „Ansehen“ haben und auch er uns immer wieder seine aufbauenden Worte sagen möchte! Schlag die Bibel auf oder höre einmal deinen Freunden zu – auch durch Menschen redet Gott zu uns …

Machen wir uns mit den Eltern Jesu auf den Weg nach Bethlehem. Gehen wir gemeinsam, meint dein Pasti Manuel